Oberhof (dpa) - Evi Sachenbacher-Stehle nutzt in Oberhof weiter die Gunst der Stunde. Nach Platz sieben im Sprint war die frühere Langläuferin auch in der Verfolgung beim Doppelsieg der Weißrussin Darja Domratschewa als Siebte erneut beste Deutsche.

«In der Loipe lief es richtig gut. Aber mit dem Schießen bin ich nicht ganz zufrieden», sagte die Bayerin. Trotz fünf Strafrunden behauptete sie mit der sechstbesten Laufleistung ihren Platz. Damit schaffte Sachenbacher-Stehle in Oberhof gleich zweimal die Olympia-Norm.

Die wieder herausragende Weißrussin Darja Domratschewa verwies Kaisa Mäkäräinen aus Finnland und die Norwegerin Synnøve Solemdal auf die Plätze. Andrea Henkel wurde bei ihrer letzten Verfolgung in Oberhof gute 16., obwohl sie einen schmerzhaften Sturz verkraften musste.

In einer Abfahrt stürzte die 36-Jährige und knallte direkt auf ihr Gesicht. Eine blutige Nase war die Folge. Doch das brachte sie nur kurz aus dem Tritt, mit nur zwei Fehlern verbesserte sie sich vom 37. Sprintrang noch auf Platz 16.

Damit nimmt das Biathlon-Team für die Winterspiele in Sotschi Konturen an. Neben Evi Sachenbacher-Stehle haben nach die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Laura Dahlmeier die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geforderte Norm erfüllt.

Miriam Gössner war in Oberhof nicht am Start. Sie hatte vor dem Rennen unter Tränen wegen der anhaltenden Rückenschmerzen ihren Olympia-Verzicht bekanntgegeben.

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