Schlussläufer
Simon Schempp wurde beim Sieg der Mixed-Staffel schon vor dem Ziel abgeklatscht. Foto: Mike Sturk

Simon Schempp wurde beim Sieg der Mixed-Staffel schon vor dem Ziel abgeklatscht. Foto: Mike Sturk

dpa

Simon Schempp wurde beim Sieg der Mixed-Staffel schon vor dem Ziel abgeklatscht. Foto: Mike Sturk

Canmore (dpa) - Nach der Demonstration der Stärke wollte Biathlon-Bundestrainer Gerald Hönig von der WM-Favoritenrolle für das deutsche Mixed-Team nichts wissen. «Eine Staffel ist nie ein Selbstläufer. Man muss sich immer alles neu erarbeiten», sagte der Coach. Das Quartett siegte mit 1:12,9 Minuten Vorsprung vor Italien und Norwegen - 25 Tage vor dem WM-Auftakt in Oslo. «Das war ein sensationeller Abschluss in Kanada», befand Simon Schempp. Der Schlussläufer wurde beim Weltcup in Canmore schon vor dem Ziel abgeklatscht: «Wenn man die Zeit hat und das ganze Team sich mitfreut, macht man das gerne.» In überlegener Manier bescherten Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Arnd Peiffer und Schempp den deutschen Skijägern den insgesamt zwölften Saisonsieg. Nach der geglückten WM-Generalprobe - die Titelkämpfe werden am 3. März mit der Mixed-Staffel eröffnet - verwies Damen-Coach Hönig darauf, dass «die Staffel-Aufstellungen bei der WM andere sein werden». So hatten etwa die Norweger all ihre Asse zu Hause gelassen, um am Holmenkollen zu glänzen. Auch die Franzosen verzichteten im Canmore-Finale auf Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade, ihren Besten. 4,18 Millionen Menschen lockte die Mixed-Staffel am späten Sonntagabend vor die TV-Schirme. Die Zuschauer sahen bei Kaiserwetter in den Rocky Mountains ein souveränes Rennen des deutschen Quartetts über die 2x6 und 2x7,5 Kilometer. «So wie die Mädels das heute gemacht haben, wünsche ich mir das mir das immer», sagte Peiffer. Danach feierte das Team den souveränen Sieg mit dem Superbowl als Beilage im Fernsehen. «Das kann man mal machen, wenn man schon hier ist und deswegen nicht mitten in der Nacht aufstehen muss. Wir erklären den Mädels die Regeln noch mal», sagte Peiffer. Während die Männer in kompletter Stärke weiter nach Presque Isle im US-Bundesstaat Maine reisen, fliegen Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier zurück nach Deutschland. «Ich werde ein paar Tage Erholung genießen. Dann geht es schon ins Aufbautraining in Richtung Oslo», sagte Hildebrand. Für den Rest der Mannschaft geht es am Montag weiter in die USA zum nächsten Weltcup, der mit dem Männer-Sprint am Donnerstag beginnt. Beim letzten Weltcup vor der WM wird auch Andreas Birnbacher wieder dabei sein.

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