Simon Schempp
Simon Schempp ist mit seinen Wochenend-Ergebnissen nicht zufrieden. Foto: Martin Schutt

Simon Schempp ist mit seinen Wochenend-Ergebnissen nicht zufrieden. Foto: Martin Schutt

Weltmeister Martin Fourcade (M), Johannes Thingnes Bö (l, Silber) und Ole Einar Björndalen (Bronze). Foto: Martin Schutt

dpa, Bild 1 von 2

Simon Schempp ist mit seinen Wochenend-Ergebnissen nicht zufrieden. Foto: Martin Schutt

Hochfilzen (dpa) - Simon Schempp muss weiter auf seine erste Einzel-Medaille bei einer Biathlon-WM warten. Während sein Teamkollege Benedikt Doll mit seinem Gold-Coup am Samstag im Sprint in Hochfilzen einen Überraschungs-Coup schaffte, hatte Schempp am Wochenende kein Glück.

Als «schwierig» bezeichnete er denn auch seine Gefühlslage. «Es sind zwei Top-Ten-Ergebnisse, aber eben auch keine herausragenden», sagte Schempp.

Beim Sieg des Franzosen Martin Fourcade war er nach drei Strafrunden Zehnter geworden. Platz neun war es am Vortag im Sprint nach einem Stockbruch geworden - der Schwabe hatte allen Grund, mit sich zu hadern. Dabei hatten die Titelkämpfe in Tirol doch mit Mixed-Gold so gut für den deutschen Staffel-Schlussläufer begonnen.

«Der Knackpunkt war, dass wir einfache Fehler geschossen haben», sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner am Sonntag - 14 waren es am Ende insgesamt für das deutsche Team. Deshalb reihte sich Doll (3 Fehler) nach den 12,5 Kilometern direkt hinter Schempp auf Rang elf ein. «Das ist halb so schlimm», sagte er und strahlte noch immer. Die Ex-Weltmeister Arnd Peiffer (4) und Erik Lesser (4) beendeten das Jagdrennen auf den Rängen 19 und 28. «Zufrieden sind wir sicher nicht, aber es gibt im Biathlon immer ein Auf und Ab», sagte Kirchner.

Liegend war Schempp zunächst fehlerfrei geblieben, hatte sich bis zum Stehendschießen nach vorne gearbeitet. Doch dann kam die Zitterhand. «Es läuft am Schießstand gerade nicht, da sind drei Fehler gerade im Stehendanschlag einfach zu viel», sagte er. Kirchner übte denn auch leise Kritik an seinem Star: «Da waren so ein paar Wischer dabei.»

Dabei hatte Schempp gleich an mehreren Stellschrauben gedreht, um endlich den Makel aus seiner Vita zu streichen. Ein Mentaltrainer, ein neuer Gewehrschaft und ein noch höheres Trainingspensum sollen es richten. Dass der Uhinger sich mentale Unterstützung suchte, habe aber nichts mit seinem Abschneiden bei Weltmeisterschaften zu tun, sagte er zuvor. In Hochfilzen hat Schempp noch zwei Chancen.

Neben Fourcade, der sich nach Mixed-Silber und Sprint-Bronze seine insgesamt elften WM-Titel holte, war auch Ole Einar Björndalen richtig froh. Stunden bevor er Dritter geworden war, hatte seine Ehefrau Darja Domratschewa Silber im Jagdrennen gewonnen. «Jetzt wird so richtig gefeiert», kündigte der 43-Jährige an, der sich seine insgesamt 45. WM-Medaille sicherte.

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