Unterlegen
Marko Stamm hat mit der deutschen Auswahl keine Chance gegen Italien. Foto: Robert Vos

Marko Stamm hat mit der deutschen Auswahl keine Chance gegen Italien. Foto: Robert Vos

dpa

Marko Stamm hat mit der deutschen Auswahl keine Chance gegen Italien. Foto: Robert Vos

Eindhoven (dpa) - Die deutschen Wasserballer haben bei der Europameisterschaft in Eindhoven gegen Italien die große Überraschung und das Halbfinale erneut verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag dem Weltmeister 4:9 (1:2, 2:3, 1:3, 0:1).

Damit muss Deutschland weiter auf ein erstes EM-Edelmetall seit der Bronzemedaille 1995 in Wien warten. Vor zwei Jahren hatte der spätere EM-Sechste das Viertelfinale 2:6 gegen die «Squadra Azzurra» verloren, im Juli 2011 hieß es bei der WM 6:7.

Bundestrainer Stamm war nach der neuerlichen Niederlage bedient und machte seiner Enttäuschung in gewohnt deutlichen Worten Luft. «Wir haben gespielt wie ein Frauen-Team. Italien war nicht stärker, aber wir waren blöd. Es ist noch nie so leicht gewesen, Italien zu schlagen. Wahrscheinlich haben wir Kraft und Körner in den Spielen vorher verschossen», sagte der Berliner und fand die Leistung seines Teams «letztendlich peinlich».

Beide Teams lieferten sich mit vielen Nickligkeiten einen Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem sich die Klasse der Italiener durchsetzte. Stamms Team brachte über weite Strecken nicht die Leistung wie in den überzeugenden Vorrundenpartien gegen Serbien und Titelverteidiger Kroatien, agierte im Angriff zu hektisch.

«Wir haben in der Vorrunde zum Teil sensationell gespielt und uns für die Olympia-Qualifikation und auch bereits für die EM 2014 in Budapest qualifiziert», erklärte Stamm, der es als realistisch ansieht, in Edmonton (1. bis 8. April) eines der vier Tickets für die Spiele in London zu ergattern. «Das muss unser nächstes Ziel sein.»

Erneut ein Rückhalt seiner Mannschaft war in seinem 346. Einsatz für Deutschland Alexander Tchigir. Der 43 Jahre alte Torhüter kündigte zudem seinen Rücktritt nach der Saison in der Nationalmannschaft und bei Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 an. «Am liebsten bei Olympia in London», sagte der gebürtige Russe, der in Eindhoven seine zehnte EM seit 1989 in Bonn bestreitet.

Im Spiel um Platz fünf treffen die Deutschen am Samstag (12.00 Uhr) auf Griechenland. Die Griechen unterlagen Montenegro mit 9:11. Die Halbfinalpaarungen lauten somit Italien gegen Serbien und Ungarn gegen Montenegro.

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