Montreal (dpa) - Rechtzeitig vor den Olympischen Spielen will die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA die brisante Untersuchung zu möglicherweise manipulierten Proben bei den Winterspielen 2014 in Sotschi abgeschlossen haben.

Die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung, die unter Führung des kanadischen Anwalts Richard McLaren durchgeführt wird, sollen bis zum 15. Juli vorliegen, teilte die WADA mit. Die Sommerspiele in Rio de Janeiro beginnen am 5. August.

Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Gregori Rodschenkow, hatte der «New York Times» gesagt, dass es bei den Sotschi-Spielen systematische Manipulationen bei Doping-Proben gegeben habe und 15 der russischen Medaillengewinner gedopt gewesen sein sollen. Sollten die Vorwürfe durch die WADA-Kommission bestätigt werden, könnte Russland auch mit dem Ausschluss von Olympischen Spielen sanktioniert werden.

Bereits am 17. Juni will der Leichtathletik-Weltverband IAAF über einen möglichen Ausschluss der russischen Leichtathleten bei den Spielen entscheiden.

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