Georg Grozer glaubt an die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Piotr Wittman
Georg Grozer glaubt an die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Piotr Wittman

Georg Grozer glaubt an die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Piotr Wittman

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Georg Grozer glaubt an die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Piotr Wittman

Ludwigsburg (dpa) - Auf dem schweren Weg zur WM wollen sich die deutschen Volleyballer auch vom immensen Druck nicht aufhalten lassen. «Wer zweifelt, gehört nicht hierher», stellte Star-Spieler Georg Grozer vor der Auftaktpartie am Freitag in Ludwigsburg gegen den Weltranglisten-52. Kroatien klar.

«Wir müssen aber von Anfang an bis zum Ende konzentriert sein», forderte der 29 Jahre alte Diagonalangreifer vor dem letzten Ausscheidungsturnier. Das Weiterkommen ist Pflicht. «Dieses Turnier ist das wichtigste für die nächsten zwölf Jahre», hatte zuvor schon Bundestrainer Vital Heynen betont. «Wenn man diese Gruppe nicht gewinnt, musst du die Klappe halten.»

Weitere Gegner des EM-Sechsten sind am Samstag Estland, die Nummer 42 der Welt, und zum Abschluss am Sonntag die Türken, 45. der Rangliste. «Diese Gruppe musst du schaffen», weiß Heynen, der seine Mannschaft am Neujahrstag um 10.30 Uhr zum Training bat. Neben den Gruppensiegern kommt aber noch der beste Zweite der insgesamt fünf Staffeln weiter.

Sollten Grozer & Co. nicht den Sprung zur Endrunde 2014 in Polen schaffen, würden die deutschen Volleyballer künftig auf dem Weg zu Top-Events in immer mühsamere Qualifikations-Tretmühlen geraten. Zudem wäre das Ticket für Olympia 2016 fast schon verspielt, die deutsche Truppe in ihrer Entwicklung um Jahre zurückgeworfen.

Ein Scheitern kommt auch für Kapitän Jochen Schöps nicht infrage. «Es hätte uns härter treffen können. Wir wissen, dass wir alle schlagen können, wenn wir unsere Leistung bringen», sagt der Diagonalangreifer. Das junge deutsche Team muss sich nach Ansicht des 30-jährigen gebürtigen Schwenningers weiterentwickeln. «Da ist die WM-Quali der nächste Schritt», meint der Legionär vom polnischen Meister Resovia Rzeszow. Und gelingt der Sprung zur WM vom 3. bis 21. September in Polen, dann wäre auch das Ticket für Rio de Janeiro in zwei Jahren greifbar. «Alle wissen, um was es geht. Wir müssen uns qualifizieren, um eine gute Ausgangslage für die kommenden Jahre zu haben», betont Schöps.

Nicht in den endgültigen Zwölfer-Kader haben es Frankreich-Legionär Michael Andrei (St.-Nazaire) und Außenangreifer Björn Höhne (TV Ingersoll Bühl) geschafft. Dennoch ist der Weltranglisten-Zehnte stark genug, Gruppenerster zu werden. «Es wird kein leichtes Turnier, weil der Druck sehr hoch ist», sagte Außenangreifer Christian Fromm. «Wir sind aber gut vorbereitet.»

Die beiden abschließenden Tests gegen Belgien gewann die Heynen-Truppe jeweils knapp mit 3:2. Für Grozer ein gutes Zeichen. Denn daher spüre die Mannschaft, «dass noch nicht alles perfekt läuft», sagte der «Volleyballer des Jahres». Daher werde sich auch niemand in Sicherheit wiegen.

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