Florian Vogel überzeugt bei der DM. Foto: Rainer Jensen
Florian Vogel überzeugt bei der DM. Foto: Rainer Jensen

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dpa

Florian Vogel überzeugt bei der DM. Foto: Rainer Jensen

Berlin (dpa) - Florian Vogel dominiert auf einer von Paul Biedermanns Weltrekordstrecken und fordert den Freistil-Kumpel nun über dessen Lieblingsdistanz.

Mit einem Urschrei im Becken quittierte der Münchner seine herausragende Zeit über 400 Meter Freistil und war an Land den Tränen nah. In 3:44,89 Minuten katapultierte sich der 21-Jährige auf Platz fünf der aktuellen Weltjahresbestenliste. «Das bedeutet alles. Ich habe so viel gearbeitet dafür», sagte Vogel ergriffen mit Blick auf die halbe Olympia-Qualifikation. Nun freut er sich auf das Duell mit Biedermann über die 200 Meter. «Das wird ein tolles Finale am Sonntag», sagte Vogel, den auch Biedermann meist «Birdy» ruft.

Bei der WM in 2015 in Kasan war Vogel als Neunter noch bitter enttäuscht. Auch dank des gemeinsamen Training mit dem erfahrenem Biedermann kam nun der nächste große Schritt. «Ich hatte die Ehre, mit dem größten deutschen Schwimmer zu trainieren. Er hat mir alles gezeigt, was mir auch mitgeholfen hat, so eine Zeit zu schwimmen», erklärte Vogel. Damit haben nun acht deutsche Schwimmer die Hälfte der Olympia-Norm erfüllt. Sie müssen ihre Leistungen bei einem weiteren Wettkampf bis Anfang Juli bestätigen.

Für einen deutschen Rekord über die nicht-olympischen 50 Meter Schmetterling sorgte Dorothea Brandt. Die Essenerin bleib in 26,02 Sekunden 31 Hundertstel unter der fast sieben Jahre alten Bestmarke von Daniela Samulski aus der Ära der Hightechanzüge. «Es hat sich nicht schön angefühlt, aber ich hab es irgendwie zu Ende bekommen», sagte die 32-Jährige. Über 50 Meter Freistil will sie zu ihren ersten Olympischen Spielen. «Wenn es am Sonntag so läuft wird es ziemlich gut.»

Auch Aliena Schmidtke (Magdeburg/26,08) und Alexandra Wenk (26,17) blieben unter der alten Bestmarke, die international allerdings nicht konkurrenzfähig ist. Der Weltrekord der Schwedin Sarah Sjöström steht bei 24,43 Sekunden.

Am Tag vor den ersten Rennen der großen Olympia-Hoffnungen Marco Koch und Paul Biedermann blieb Sarah Köhler beim Sieg über 400 Meter Freistil in persönlicher Bestzeit von 4:06,65 Minuten wie auch tags zuvor über die doppelte Distanz unter der ersten Rio-Norm. Die 400 Meter waren am Freitag die einzigen Strecken, in denen es um die Olympia-Qualifikation ging.

Weltmeister Marco Koch und der WM-Dritte Paul Biedermann testen am Samstag über Nebenstrecken ihre Form. Für Koch sind die 100 Meter Brust «nur ein Aufwärmen» für die doppelte Distanz am Sonntag. Biedermann, Weltrekordler über 200 und 400 Meter Freistil, will bei seinen letzten deutschen Meisterschaften über 100 Meter Freistil seine Grundschnelligkeit überprüfen.

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