Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat ein Übereinkommen des Europarates gegen die Manipulation von Sportwettbewerben unterzeichnet.

Damit werde die erste internationale Rechtsgrundlage gegen Spielmanipulationen geschaffen, die auch für Staaten außerhalb des Europarates offen ist, teilte das Bundesinnenministerium (BDI) mit.

Mit dem in Magglingen/Schweiz unterzeichneten Übereinkommen sollen «Strukturen im Sport geschaffen, eine effektive Sportwettenregulierung initiiert sowie die nationale und internationale Kooperation verbessert» werden. «Das Übereinkommen leistet einen wichtigen Beitrag zur Wahrung der Integrität des Sports. Gemeinsam setzen wir ein deutliches Zeichen gegen sportwettenbezogene Manipulationen durch transnational organisierte Kriminalität», betonte der Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder, der die Konvention für Deutschland unterzeichnet hat.

Für sein Land habe die Konvention eine «besondere sportpolitische Bedeutung. Wir schützen damit den Sport vor der weltweiten Bedrohung durch Spiel- und Wettmanipulationen, die potenziell alle Sportarten erfassen kann», sagte der CDU-Politiker. Diesem «globalen Phänomen» werde nun gemeinsam und entschlossen begegnet.

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