Sebastian Vollmer spielt erfolgreich bei den New England Patriots in der NFL. Foto: CJ Gunther
Sebastian Vollmer spielt erfolgreich bei den New England Patriots in der NFL. Foto: CJ Gunther

Sebastian Vollmer spielt erfolgreich bei den New England Patriots in der NFL. Foto: CJ Gunther

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Sebastian Vollmer spielt erfolgreich bei den New England Patriots in der NFL. Foto: CJ Gunther

Foxborough (dpa) - Auch bei minus zehn Grad spielt Footballprofi Sebastian Vollmer ein NFL-Viertelfinale kurzärmelig. Mit den New England Patriots zog der Deutsche am Samstag in die Vorschlussrunde ein.

«Wenn man auf dem Platz ist, merkt man die Kälte vor lauter Adrenalin und Konzentration gar nicht», sagte Vollmer im Interview der Deutschen Presse-Agentur nach dem 35:31 gegen die Baltimore Ravens.

Wie haben Sie diese hartumkämpfte Partien erlebt?

Sebastian Vollmer: Es war ein anstrengendes Spiel. Wir können unseren Sieg heute Abend genießen und dann mal gucken, wer unser Halbfinal-Gegner wird. Und dann geht’s nächsten Sonntag mit einem Heimspiel weiter.

New England lag zweimal mit zwei Touchdowns hinten. Warum hat sich Ihr Team gegen Baltimore so schwergetan?

Vollmer: Die Ravens sind ein gutes Team, dass muss man einfach so sagen. Zum Glück hat es für uns am Ende noch gereicht. Baltimore hatte in den Playoffs diese Saison schon gewonnen, wir hingegen noch nicht (New England hatte in der ersten Runde ein Freilos/Anm. d. Red.). Die Ravens spielen gegen uns immer sehr gut, das haben die Spiele in der Vergangenheit gezeigt. Außerdem sind das jetzt halt die Playoffs, da wehrt sich jedes Team bis zum Schluss und niemand kniet freiwillig nieder.

Ganz spektakulär war der vierte Patriots-Touchdown, bei dem in Julian Edelman völlig überraschend ein Wide Receiver einen Pass über 51 Yards auf Mitspieler Danny Amandola warf. Was haben Sie gedacht, als Quarterback Tom Brady diesen Spielzug angesagt hat?

Vollmer: Man trainiert bestimmte Dinge, jeder hat seine Aufgabe. Es stehen elf Spieler auf dem Platz und wenn man seine Aufgabe nicht macht, dann funktioniert solch ein Spielzug wahrscheinlich nicht. Ich hatte meine eigenen Dinge zu tun, deshalb habe ich nicht so viel daran gedacht, was jetzt gleich passieren wird.

Hatte das Team diesen Spielzug im Training geprobt?

Vollmer: Das bleibt geheim.

Die Außentemperaturen betrugen in der zweiten Halbzeit minus zehn Grad. Sie haben trotzdem kurzärmelig gespielt. Wie haben Sie die Kälte wahrgenommen?

Vollmer: Ach, das ist nun einmal so in unserem Sport. Wenn es kalt ist, dann ist es kalt. Wir alle spüren das ein bisschen, aber wenn man auf dem Platz ist, merkt man die Kälte vor lauter Adrenalin und Konzentration gar nicht, sondern erst, wenn man am Spielfeldrand steht und sich langsam wieder aufwärmt.

Ihr Quarterback Tom Brady hat drei Touchdown-Pässe geworfen und ist nun mit 46 Playoff-Touchdowns NFL-Rekorhalter. Was sagen Sie zu seiner Leistung?

Vollmer: Tom ist gefühlt seit 100 Jahren dabei. Auf ihn ist immer Verlass. Er trainiert hart, spielt hart und ist einer der besten Spieler, die jemals hier gespielt haben. Von daher sind solche Leistungen von ihm quasi schon ein bisschen zu erwarten.

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