Nicht zu stoppen
James Starks (l) von den Green Bay Packers lässt sich von William Moore nicht aufhalten.

James Starks (l) von den Green Bay Packers lässt sich von William Moore nicht aufhalten.

dpa

James Starks (l) von den Green Bay Packers lässt sich von William Moore nicht aufhalten.

Atlanta (dpa) - Die Green Bay Packers präsentieren sich in den Playoffs der National Football League NFL weiter alles andere als tierlieb. Nachdem sie bereits die Philadelphia Eagles im Wild-Card-Match mit 21:16 gerupft hatten, bezwangen die Packers im Viertelfinale die Atlanta Falcons mit 48:21.

Die Pittsburgh Steelers holten derweil die Baltimore Ravens (Raben) mit 31:24 vom Himmel. «Das fühlt sich so gut an», meinte Aaron Rodgers stolz, als er unter den «Go Packers Go»-Schlachtrufen seiner Fans in Atlanta vom Platz ging. Green Bays Quarterback hatte gerade einen Ausnahme-Abend beendet und sein Team völlig verdient ins Halbfinale geführt. Rodgers brachte sagenhafte 31 seiner 36 Pässe zu den Mitspielern, verbuchte dabei einen Raumgewinn von 366 Yards. Dem 27-Jährigen gelangen drei Touchdown-Vorlagen, ein weiteres Mal trug er den Ball selbst in die Endzone. «Wenn man bedenkt, wie wichtig dieses Spiel war, war es wahrscheinlich meine beste Leistung», resümierte Rodgers.

Obwohl Atlanta mit 13:3-Siegen das zweitbeste Team der regulären Saison war, ließen die Packers die Gastgeber nie in die Partie kommen und stellten mit ihren erzielten 48 Zählern einen neuen Playoff- Punkterekord in der ruhmreichen 92-jährigen Geschichte des Vereins auf. «Wir sind alle enttäuscht, aber wir werden aus dieser Niederlage lernen. Und das ist ganz wichtig», betonte Falcons-Coach Mike Smith. Nach der Pleite waren vor allem seine psychologischen Fähigkeiten gefragt. «Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie bei allem Schmerz nicht die Vorrunde vergessen sollen - denn die war auch Teil unserer Saison.»

Für Green Bay indes soll auch das Halbfinale ein tierisches Vergnügen werden. Da reist das Team zum Sieger der Partie zwischen den Chicago Bears und den Seattle Seahawks.

Zum fünften Mal innerhalb von zehn Jahren stehen die Pittsburgh Steelers in der Runde der besten Vier. Dabei sah im Heimspiel gegen Baltimore zur Pause noch alles nach dem Saison-Ende für die Gastgeber aus. Die Ravens führten - unter anderem durch zwei Touchdowns innerhalb von knapp 30 Sekunden mit 21:7. «Dass lag weniger an unserer Defensive, sondern mehr an uns Offensiv-Spielern - wir wussten, dass wir uns im zweiten Durchgang steigern mussten», meinte Runningback Rashard Mendenhall. Ihm gelang 1:33 Minute vor dem Ende der siegbringende Touchdown zum 31:24.

«Diese Niederlage tut weh. Andererseits, Hut ab vor Pittsburgh. Das ist eine erfahrene Truppe, die weiß, wie man Spiele erfolgreich beendet. Wir haben klar geführt, konnten das Ding dennoch nicht nach Hause bringen», ärgerte sich Baltimores Linebacker Terrell Suggs. Die Steelers könnten der nächste Gegner von Sebastian Vollmer sein. Bei einem Sieg des deutschen Right Tackle mit seinen New England Patriots am Sonntag daheim gegen die New York Jets käme Pittsburgh eine Woche später zum Halbfinal-Kracher nach Foxborough.

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