New York (dpa) - Die amerikanische Football-Profiliga NFL erwägt eine Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Nach einem Bericht der «New York Times» könnte die WADA in Zukunft die Dopingtests für die krisengeschüttelte Liga übernehmen.

Als Konsequenz davon könnten die NFL-Profi erstmals in Bluttests auf Wachstumshormone untersucht werden. NFL-Sprecher Greg Aiello bestätigte, dass im Rahmen des gegenwärtigen Arbeitskampfes zwischen der NFL und den Profis «zahlreiche Alternativen» in Erwägung gezogen werden. Die Liga ist in der Vergangenheit immer wieder für ihren unglaubwürdigen Anti-Doping-Kampf kritisiert worden.

Im Streit um einen neuen Arbeitstarifvertrag in der NFL sind die Spieler seit dem 11. März ausgesperrt. Mit einer Klärung der Situation wird in den kommenden vier bis sechs Wochen gerechnet.

Es ist der erste Lockout in der NFL seit 1987. Größter Streitpunkt ist die Verteilung der jährlichen Gesamteinnahmen von rund neun Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro). Bislang bekommen die Clubbesitzer eine Milliarde Dollar vorneweg und von den restlichen acht Milliarden Dollar gehen 59,6 Prozent (4,8 Milliarden Dollar) an die Spieler. Aufgrund der Wirtschaftskrise und Investitionen in neue, teure Arenen, fordern die Eigner künftig jedoch zwei Milliarden Dollar, ehe der Restbetrag prozentual aufgeteilt wird.

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