Gestoppt
Deion Branch (unten) wird von Jets-Verteidiger Jason Taylor umgerissen.

Deion Branch (unten) wird von Jets-Verteidiger Jason Taylor umgerissen.

Jets-Spielmacher Mark Sanchez (2. v. r.) sagt seinen Spielzug an.

Jets-Quarterback Mark Sanchez (M.) freut sich schon kurz vor Ende des Spiels.

Patriots-Wide Receiver Brandon Tate (r) gerät ins Straucheln.

Braylon Edwards (M.) rennt Richtung Endzone der New England Patriots.

Der Running Back der Jets, Shonn Green (l), enteilt der Patriots-Verteidigung.

dpa, Bild 1 von 6

Deion Branch (unten) wird von Jets-Verteidiger Jason Taylor umgerissen.

Boston (dpa) - Die New York Jets flogen völlig euphorisiert ins Halbfinale, die New England Patriots hingegen erlebten eine unerwartete Bruchlandung. Mit 21:28 unterlag das beste Team der NFL-Vorrunde mit seinem deutschen Right Tackle Sebastian Vollmer im Viertelfinale daheim den New York Jets.

Game over - statt einem Halbfinal-Heimspiel gegen die Pittsburgh Steelers gab es bei den «Pats» Frust, Fassungslosigkeit und jede Menge fragende Gesichter. «Es ist enttäuschend, die Saison so zu beenden. Im Gegensatz zu den Jets haben wir einfach nicht genug Dinge richtig gemacht, um zu gewinnen. Wir sind besser, als wir es heute gezeigt haben», sagte ein recht einsilbiger Trainer Bill Belichick.

In allen lokalen und nationalen Medien galten die Patriots nach ihrer überragenden Vorrunde mit 14:2-Siegen als Meisterschafts- Favorit. Und wer bei den Wettanbietern in Las Vegas auf einen Superbowl-Sieg des dreimaligen Meisters setzte, konnte kaum Geld damit verdienen. Vollmer hingegen hatte vor der Partie noch gewarnt: «Wir brauchen noch nicht über den Superbowl zu reden, denn wenn wir das nächste Spiel verlieren, sind wir raus.»

Letztlich sollte der 26-Jährige Recht behalten. Obwohl die Patriots zuletzt acht Partien nacheinander in teilweise überragender Manier gewonnen hatten - unter anderem am 6. Dezember mit 45:3 gegen die Jets - kam die beste Offensive der Liga im wichtigsten Saisonspiel kaum zur Entfaltung. Vollmer schirmte Quarterback Tom Brady zwar von der rechten Seite aus konsequent ab, dennoch gelang es den Gästen durch die Mitte und über links insgesamt fünfmal, zu Brady vorzudringen und ihn zu Boden zu reißen.

«Ich wünsche mir wirklich, dass ich einen besseren Job gemacht hätte», sagte Brady selbstkritisch. Die Jets setzten hingegen ihren Höhenflug fort. «Wir sind mit einem bestimmten Ziel hergekommen. Vielleicht haben nicht viele an uns geglaubt, aber wir wussten, dass wir besser sind als bei der 3:45-Niederlage», sagte Trainer Rex Ryan.

Als Runningback Shonn Greene knapp anderthalb Minuten vor dem Ende der entscheidende Touchdown zum 28:14 gelang, lief auch Ryan zum grün-weißen Jubel-Knäuel in die Endzone und schrie seine Freude mit «Yeah Baby» heraus. Im Halbfinale fahren die Jets zu den Pittsburgh Steelers, die durch ein 31:24 gegen die Baltimore Ravens zum fünften Mal in zehn Jahren in die Vorschlussrunde einzogen. Die zweite Vorschlussrunden-Partie ist das Prestige-Duell zwischen den Chicago Bears und den Green Bay Packers.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer