Kurzbahn-EM 2011
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Hannibal Hanschke

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Köln/Ulm. Sexualisierte Gewalt kommt auch im Wettkampf- und Leistungssport vor, und zwar nicht häufiger oder seltener als in der Bevölkerung insgesamt. Zu diesem am Dienstag präsentierten Ergebnis kommen Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln und des Universitätsklinikums Ulm.

Im Forschungsprojekt „Safe Sport“ wurden und werden dabei Häufigkeiten und Formen von sexualisierter Gewalt im Wettkampf- und Leistungssport untersucht. Zudem wird geprüft, wie Maßnahmen zur Prävention und Intervention in Sportverbänden und -vereinen umgesetzt werden.

Rund 1800 Kaderathletinnen und -athleten beteiligten sich an einer Online-Befragung und berichteten über Erfahrungen von sexualisierter Gewalt im Sport. Ein Drittel der Befragten machte derartige Erfahrungen. Die Formen dieser Gewalt seien sowohl körperlich als auch emotional gewesen. Die Mehrheit der Betroffenen ist bei der ersten Erfahrung sexualisierter Gewalt im Sport unter 18 Jahre alt.

„Die Daten bestätigen, dass Sportverbände und -vereine in der Verantwortung stehen, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierten Übergriffen zu optimieren“, teilte die Koordinatorin des Projektes, Bettina Rulofs von der Deutschen Sporthochschule Köln, mit.

Das Projekt „Safe Sport“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für den Zeitraum von Oktober 2014 bis September 2017 gefördert.

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