Posen (dpa) - Für Deutschlands Hockey-Nationalteams hat die Heim-EM im August in Mönchengladbach Vorrang, doch auch unter dem Hallen-Dach wollen die Asse des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) Erfolge feiern.

«Da sich die Hallen-WM nicht mit einer Vorbereitungsmaßnahme für die Feldsaison überschneidet, konnte ich diesmal viele Topakteure nominieren. Dass in der Besetzung viele von uns den Titel erwarten, ist verständlich. Wir wollen ihn ja auch», sagte Herren-Bundestrainer Markus Weise vor dem am 8. Februar in Posen beginnenden Championat.

In Polen will das «starke Geschlecht» des DHB nach Leipzig 2003 und Wien 2007 im dritten Anlauf auch zum dritten Mal den WM-Pokal holen. Anders als bei den Damen, die parallel zur Hallen-WM zwei Vier-Länder-Turniere auf dem Feld in Argentinien bestreiten, hat Weise ausschließlich dem A- oder dem Perspektiv-Kader angehörende Auswahlakteure dabei. Gegen Gastgeber Polen, die Niederlande, Kanada, Australien und Namibia geht es zunächst um den Halbfinal-Einzug.

Bei den Damen hat schon jetzt die Heim-EM Priorität, da ein Top-3- Platz das Olympia-Ticket 2012 in London sichern würde. «Die Olympia- Qualifikation ist das übergeordnete Ziel», sagte Damen-Coach Michael Behrmann. Er ist mit einem verjüngten Kader in Argentinien, um dort Nachwuchskräfte zu testen, die für die EM 2011 und Olympia 2012 in Betracht kommen. Sein Assistent Kais al Saadi reiste derweil mit nach Posen, wo einige Routiniers wie die Rekord-Internationale Natascha Keller den WM-Dritten von 2007 wieder zum Hallen-Champ machen sollen. Gruppengegner sind Weißrussland, Australien, Polen, Namibia, Uruguay.

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