Fußball-Zweitligist Energie Cottbus muss am Mittwoch im Viertelfinale gegen 1899 Hoffenheim ran.

DFB-Pokal
Lieber schlecht spielen und weiterkommen – so lautet die Devise von Claus-Dieter Wollitz vor dem Spiel gegen Hoffenheim.

Lieber schlecht spielen und weiterkommen – so lautet die Devise von Claus-Dieter Wollitz vor dem Spiel gegen Hoffenheim.

dpa

Lieber schlecht spielen und weiterkommen – so lautet die Devise von Claus-Dieter Wollitz vor dem Spiel gegen Hoffenheim.

Cottbus. Sein Anspruch ist zwar ein attraktiver Fußball, doch im Pokal-Duell „Klein und arm“ gegen „1. Liga und reich“ würde Claus-Dieter Wollitz eine Ausnahme zulassen. „Ein gutes Spiel und Ausscheiden – das reicht nicht. Dann lieber schlecht spielen und weiterkommen“, erklärte der Trainer des Zweitligisten Energie Cottbus vor dem nationalen Cup-Viertelfinale heute (19 Uhr/Sky) gegen 1899 Hoffenheim.

Der im Teutoburger Wald geborene Wollitz hat dem Lausitzer Club, der insgesamt sechs Jahre auch dank einer Vielzahl osteuropäischer Profis schon in der höchsten deutschen Liga gespielt hat, mit einem neuen Image erneut zum Aufstiegs-Kandidaten geformt. Dass der 45 Jahre alte Trainer mit seinem extrovertierten und immer offensiven Führungsstil mitunter aneckt, nimmt er in Kauf.

Zwei Millionen Euro hat Energie durch den Pokal eingenommen

„Ich versuche, die Mannschaft zu verbessern. Aber ich versuche auch, mich zu verbessern. Ich rege mich zu schnell in gewissen Momenten auf. Ich muss da ruhiger werden – und werde mich in den Griff kriegen.“ Jüngst hatte Wollitz den Rumänen Emil Jula, der zusammen mit Toptorjäger Nils Petersen einen nahezu perfekten Zweitliga-Sturm abgibt, für dessen Vertragspoker gerügt.

Mit dem Zweitliga-Rückrundenstart – 1:3 in Düsseldorf und 2:1 gegen Bielefeld – zeigte Wollitz sich wenig zufrieden. Da kommt der Vergleich mit dem Erstligisten gerade recht: Im Pokal sind im laufenden Wettbewerb schon der SC Freiburg und der VfL Wolfsburg an Energie gescheitert.

„In Hoffenheim ist es ein bisschen unruhig, aber natürlich sind sie haushoher Favorit“, sagt Club-Präsident Ulrich Lepsch. Mehr als zwei Million Euro hat Energie im Pokal in drei Spielen schon eingenommen, im Halbfinale würde sich die Summe nochmal verdoppeln.

Dass dies für Energie eine ganz andere Dimension ist als für 1899, zeigt der Tag vor dem Viertelfinale: Während sich Hoffenheim mit einem internationalen Star wie Ryan Babel vom FC Liverpool beschäftigt, ist für Cottbus der griechische Stürmer Pentelis Kapetanos wohl zu teuer.

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