Konzentration
Tischtennis-Star Timo Boll verlor das Finale in Katar.

Tischtennis-Star Timo Boll verlor das Finale in Katar.

dpa

Tischtennis-Star Timo Boll verlor das Finale in Katar.

Doha (dpa) - Bei den Katar Open hatte die seit Jahrzehnten dominierende Chinesen alles aufgeboten, um Timo Boll in die Schranken zu weisen. Obwohl fünf chinesische Asse aus den Top 9 der Weltrangliste vorzeitig scheiterten, ging die Rechnung am Ende auf.

Ein 21 Jahre alter Youngster deklassierte den Weltranglistenersten im Endspiel mit 4:0 Sätzen. Der neue Angstgegner des acht Jahre älteren Deutschen heißt knapp drei Monate vor der Weltmeisterschaft Xu Xin.

«Eine richtige WM-Generalprobe war das noch nicht, dafür habe ich nicht genug trainieren können in den letzten drei Wochen, denn außer meiner Verletzung hatte ich mir auch eine Erkältung eingefangen», sagte Boll nach der deftigen Schlappe gegen den Penholder-Spieler. Es war die vierte Niederlage im vierten Aufeinandertreffen mit Xu und die bisher deutlichste. Die Nummer 1 der Welt kam nicht einmal in die Nähe eines Satzgewinns.

Bis dahin hatte der Rekord-Europameister nach seiner Zwangspause wegen einer Oberschenkelzerrung wie aus einem Guss gespielt und in fünf Partien lediglich drei Sätze abgegeben. Auch der erste chinesische Gegner konnte Boll nicht das Wasser reichen. Der Düsseldorfer gewann im Halbfinale erstmals gegen Mannschafts-Weltmeister Zhang Jike, den er beim 4:2 letztlich klar beherrschte.

«Ich bin mit meiner Leistung in Katar schon wieder sehr zufrieden», kommentierte der Deutsche, der 12 500 US-Dollar (rund 9250 Euro)Preisgeld gewann. "Ich habe mich nach meiner Pause langsam wieder reingespielt, und die Grundschläge sitzen schon wieder." Nur gegen Xu Xin, der vor dem Endspiel gleich drei Landsleute nacheinander ausgeschaltet hatte, war einfach kein Kraut gewachsen.

Vielleicht bietet sich schon in diesem Monat die Chance zur Revanche: Für die German Open vom 23. bis zum 27. Februar in Dortmund haben ebenfalls alle Top-Chinesen gemeldet. Trotz der klaren Final-Niederlage in Doha bleibt Boll mit Blick auf die WM im Mai in Rotterdam ihr schärfster Rivale.

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