Tino Uhlig lief bei seinem ersten Start bei den Paralympics gleich auf Rang fünf. Foto: Jan Woitas
Tino Uhlig lief bei seinem ersten Start bei den Paralympics gleich auf Rang fünf. Foto: Jan Woitas

Tino Uhlig lief bei seinem ersten Start bei den Paralympics gleich auf Rang fünf. Foto: Jan Woitas

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Tino Uhlig lief bei seinem ersten Start bei den Paralympics gleich auf Rang fünf. Foto: Jan Woitas

Krasnaja Poljana (dpa) - Unter die ersten Zehn wollte er, am Ende ist es Platz fünf geworden: Tino Uhlig war mit seinem Resultat im klassischen 20-Kilometer-Langlauf bei den Paralympics in Sotschi hoch zufrieden.

«Das ist ein Erfolg. In dieser Klasse in die Top Ten zu laufen ist ein Topergebnis», befand der 37-jährige Schwarzwälder. Den drei Medaillengewinnern konnte er nicht folgen: Sieger Ruschan Minnegulov aus Russland sowie der Finne Ilkka Tuomisto und der Russe Wladislaw Lekomtzew als Zweiter und Dritter waren um mehrere Minuten schneller.

Dennoch war sein erstes Rennen im Biathlon- und Langlauf-Komplex «Laura» für Tino Uhlig ein unvergessliches Erlebnis. Von den Zuschauern auf den voll besetzten Rängen wurden alle Athleten angefeuert. «Es ist wirklich ein Traum, hier zu laufen. Wenn man hier ins Stadion rein läuft, hört man die Menschenmenge schreien. Das macht richtig, richtig Spaß. Man muss einfach froh sein, hier sein zu dürfen, das genießen zu dürfen. Das ist einfach ein Highlight», meinte der Langläufer aus Baiersbronn.

Bei blauem Himmel, Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen lief Uhlig ein gleichmäßiges Rennen, bei dem er sich auf dem vier Kilometer langen Rundkurs immer an Sieger Minnegulov orientieren konnte. Auch ein geplanter Skiwechsel brachte den dreifachen Vater, der mit einer Armbehinderung läuft, nicht aus dem Rhythmus. Zudem hätten die Streckenarbeiter und seine Ski-Techniker ganze Arbeit geleistet. «Man glaubt eigentlich gar nicht, dass man bei so warmen Bedingungen die Strecke so hinzaubern kann. Ein Lob an die Organisatoren. Und auch ans Techniker-Team», sagte Uhlig, der bei seinen zweiten Paralympics noch drei Starts vor sich hat.

In den anderen drei Langlauf-Entscheidungen war kein Deutscher am Start. Über 20 Kilometer der blinden und sehbehinderten Männer gewann der Kanadier Brian McKeever sein achtes Paralympics-Gold. In der gleichen Klasse bei den Frauen war Jelena Remizowa aus Russland über 15 Kilometer die Schnellste, im Wettbewerb der stehenden Frauen gewann die Schwedin Helene Ripa die Goldmedaille.

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