Andy Roddick returniert einen Ball mit der Rückhand.
Andy Roddick returniert einen Ball mit der Rückhand.

Andy Roddick returniert einen Ball mit der Rückhand.

Die Russin Swetlana Kusnezowa jubelt nach dem Sieg über Justine Henin.

Caroline Wozniacki ist ohne Probleme eine Runde weiter gekommen.

Der Belgier Xavier Malisse verarbeitet sein Ausscheiden durch Roger Federer.

Justine Henin steht die Niederlage gegen Swetlana Kusnezowa ins Gesicht geschrieben.

Der Schweizer Roger Federer serviert im Match gegen den Belgier Xavier Malisse.

Maria Scharapowa schlägt gegen Julia Görges auf.

Julia Görges feuert sich nach einem gewonnenen Punkt an.

Andrea Petkovic (r) umarmt Venus Williams, die den Zweikampf aufgeben musste.

dpa, Bild 1 von 9

Andy Roddick returniert einen Ball mit der Rückhand.

Melbourne (dpa) - Andrea Petkovic steht zum zweiten Mal in ihrer Karriere im Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Bei den Australian Open profitierte sie von der Aufgabe ihrer Gegnerin Venus Williams. Julia Görges schied nach großem Fight aus.

Als Venus Williams nach missglücktem Return laut aufschrie, war die Tür zum Achtelfinale für Andrea Petkovic endgültig offen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte die amerikanische Tennis-Diva im Drittrundenspiel der Australian Open nach gerade einmal sechs Minuten zu ihrem Stuhl und verlangte nach einem Arzt - kurze Zeit später ging die ehemalige Nummer eins der Welt auf Petkovic zu und gratulierte ihr zum Einzug ins Achtelfinale von Melbourne. Erst sieben Ballwechsel waren zu diesem Zeitpunkt gespielt.

«Es war schon ein bisschen komisch. Auf der einen Seite bin ich natürlich froh, in der vierten Runde zu stehen. Auf der anderen Seite hätte ich sie lieber geschlagen», beschrieb die Darmstädterin nach einer der kürzesten Late-Night-Sessions in der Historie der Australian Open ihre Gefühlswelt. «Ich habe mich richtig gut gefühlt und war heiß darauf zu zeigen, dass ich sie besiegen kann.»

Wie schon bei den US Open im vergangenen Jahr profitierte Petkovic in der dritten Runde von einer Verletzung ihrer Gegnerin. In Flushing Meadows war die Chinesin Shuai Peng gar nicht erst angetreten. «Ich hoffe, ich ziehe das Pech für meine Kolleginnen nicht an», sagte der neue Hoffnungsträger im deutschen Tennis. «Es tut mir sehr leid für sie, sie ist ein Champ.»

Im zweiten Grand-Slam-Achtelfinale ihrer Karriere trifft die 23-Jährige nun auf die Russin Maria Scharapowa, die Julia Görges in einem hochklassigen Spiel mit 4:6, 6:4, 6:4 niederrang und damit ein deutsches Duell in der vierten Runde verhinderte. «Ich finde, die Jule hat überragend gespielt. Sie hat mir gezeigt, wie ich es gegen Scharapowa machen muss», lobte Petkovic ihre Fed-Cup-Kollegin für deren selbstbewusstes und druckvolles Auftreten im mit Spannung erwarteten Beauty-Duell.

«Es war einfach geil, da draußen vor so vielen Leuten zu spielen. Ich habe gezeigt, dass ich Spielerinnen wie sie schlagen kann», sagte Görges trotz der bitteren Niederlage stolz. «Ich kann mir nicht viel vorwerfen. Ich denke, aus diesem Spiel kann ich sehr viel Positives mitnehmen», meinte die 22-Jährige nach ihrem tollen Fight über 2:28 Stunden.

Petkovics erster Auftritt in der großen Rod Laver Arena dagegen war schnell wieder vorbei. Dabei hatte sich die deutsche Nummer eins auf ein langes Match eingestellt. «Ich habe sie beim Warmmachen in der Kabine beobachtet, da hat sie sich ganz normal vorbereitet. Von daher bin ich von einem Drei-Satz-Match ausgegangen», erzählte die Hessin.

Die siebenfache Grand-Slam-Turnier-Gewinnerin Williams machte aber bereits beim Einspielen keinen fitten Eindruck, in der Partie kam die am Oberschenkel dick bandagierte und zudem über Probleme mit dem Lendenmuskel klagende Amerikanerin dann kaum von der Stelle. «Ich konnte mich nicht bewegen, von daher hatte es keinen Sinn», begründete sie ihre erstmalige Aufgabe bei einem Grand-Slam-Turnier, die die Zuschauer mit Pfiffen bedachten.

Petkovic nahm der 30-Jährigen gleich den ersten Aufschlag ab, spielte dann auch bei ihrem eigenen Service druckvoll und konsequent und zermürbte ihre erfahrene Gegnerin damit endgültig. «Ich denke, sie hat es einfach versuchen und sehen wollen, wie ich reagiere», sagte Petkovic.

Bei den US Open folgte dem kampflosen Einzug unter die besten 16 vor vier Monaten eine deutliche Klatsche gegen die Russin Vera Swonarewa. «Damals hatte ich zwei Tage komplett frei und habe die Anspannung verloren. Ich denke, das passiert mir dieses Mal nicht wieder», sagte die Politikstudentin, die am Samstag bereits wieder im Mixed auf dem Platz stehen wollte.

Nur etwas länger als Petkovic musste Titelverteidiger Roger Federer für den Einzug ins Achtelfinale auf den Platz. Zwei Tage nach seinem Fünf-Satz-Krimi gegen den Franzosen Gilles Simon brauchte der Schweizer gerade einmal 105 Minuten, um den Belgier Xavier Malisse mit 6:3, 6:3, 6:1 zu schlagen. Bei den Damen kam die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki durch ein 6:4, 6:3 gegen die Slowakin Dominika Cibulkova weiter.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer