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Der Slowake Karol Beck (unten) lässt sich wegen einer Verletzung behandeln.

Der Slowake Karol Beck (unten) lässt sich wegen einer Verletzung behandeln.

Der Brite Andy Murray gewann, weil sein Kontrahent Karol Beck aufgeben musste.

Der Zyprer Marcos Baghdatis küsst nach seinem Sieg gegen Grega Zemlja den Court.

Kim Clijsters (hinten) ließ Dinara Safina keine Chance und gewann 6:0, 6:0.

Denis Gremelmayr blickt im Match gegen Radek Stepanek ins Leere.

Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal musste nur kurz auf den Center Court.

Michael Berrer unterlag dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez.

Björn Phau mühte sich gegen den Kroaten Milos Raonic - verlor aber.

Philipp Petzschner beim Aufschlag gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga.

Benjamin Becker returniert den Ball hart im Match gegen Ernests Gulbis.

dpa, Bild 1 von 10

Der Slowake Karol Beck (unten) lässt sich wegen einer Verletzung behandeln.

Melbourne (dpa) - Benjamin Becker ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, Philipp Petzschner gab einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Die Emotionen fuhren mit den deutschen Tennis-Profis bei den Australian Open in Melbourne wieder Achterbahn. Insgesamt steht ein Sextett in der 2. Runde.

Petzschner rannte und rackerte, die Fans feierten und bejubelten ihn - doch am Ende stand der Bayreuther mit leeren Händen da. Trotz eines großartigen Fights über fünf Sätze gegen den an Nummer 13 gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga ist der Wimbledon-Sieger im Tennis-Doppel bei den Australian Open als elfter Deutscher in der ersten Runde ausgeschieden. Weiter im Rennen ist dagegen Benjamin Becker, der den Esten Ernests Gulbis in drei Sätzen aus dem Wettbewerb warf. Insgesamt steht ein deutsches Sextett in Melbourne in der zweiten Runde, nachdem Kristina Barrois ebenfalls ihre Auftakthürde meisterte.

Für den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal begann das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres im Schongang. Nadals brasilianischer Gegner Marcos Daniel musste beim Stand von 6:0, 5:0 für den Spanier wegen einer Knieverletzung aufgeben. Freud und Leid gab es für die australischen Gastgeber: French-Open-Finalistin Samantha Stosur hatte beim 6:1, 6:1 gegen die Amerikanerin Lauren Davis überhaupt keine Probleme, Publikumsliebling Lleyton Hewitt unterlag dagegen im Fünfsatz-Krimi gegen David Nalbandian aus Argentinien.

«Ich habe alles aus mir rausgeholt, leider hat es am Ende nicht gereicht», sagte Petzschner nach dem 6:4, 6:2, 2:6, 3:6 und 4:6 in 3:15 Stunden gegen Tsonga. Wie im Vorjahr, als er in Melbourne in fünf Sätzen gegen Florian Mayer verlor, und im vergangenen Sommer in Wimbledon, als er über die volle Distanz gegen Nadal ausschied, musste sich der 26-Jährige auch dieses Mal in einem Marathon-Match geschlagen geben.

Doch die Enttäuschung über die nächste verpasste Chance war sofort der Erleichterung darüber gewichen, dass der im Herbst operierte Knöchel die Belastungsprobe bestanden hatte. «Es überwiegt die Freude über meine Leistung und dass der Knöchel keine Probleme gemacht hat», sagte Petzschner, der sich nun auf die Doppel-Konkurrenz mit seinem österreichischen Partner Jürgen Melzer konzentrieren kann.

Becker ließ sich auf dem hektischen Court 18 dagegen auch vom Lärm der vorbeifahrenden Straßenbahnen und dem Trubel um Roger Federers Trainingseinheit auf dem Nebenplatz nicht aus der Ruhe bringen. «Das habe ich komplett ausblenden können», sagte der 29-Jährige. «Ich fühle mich schon seit ein paar Wochen sehr gut und habe meine Taktik heute perfekt umsetzen können.»

Nach ausgeglichenem ersten Durchgang, den Becker im Tie Break mit dem zweiten Satzball für sich entschied, sicherte sich der Davis-Cup- Spieler den zweiten Abschnitt im Schongang und brachte den impulsiven Gulbis damit zur Verzweiflung. «Natürlich registriert man, wenn der Gegner mit sich hadert», sagte Becker.

Im dritten Satz hatte der Mettlacher dann zwar noch ein paar brenzlige Momente zu überstehen, nach gut zwei Stunden verwandelte er aber seinen dritten Matchball und wurde anschließend von einer kleinen deutschen Fan-Kolonie gefeiert. In seiner zweiten Partie trifft Becker nun auf den Ukrainer Alexander Dolgopolow. «Das ist ein gefährlicher Gegner, doch zunächst einmal werde ich diesen Sieg genießen», meinte Becker.

Für Daniel Berrer (Stuttgart), Björn Phau (Weilerswist) sowie die beiden Qualifikanten Denis Gremelmayr (Lampertheim) und Simon Stadler (München) kam am Dienstag dagegen das frühzeitige Aus. Kristina Barrois setzte gegen die Usbekin Akgul Amanmuradowa mit 6:4 und 6:2 durch und zog als dritte deutsche Spielerin in die nächste Runde ein.

Die Favoriten gaben sich wie zum Auftakt keine Blöße. Bei den Damen marschierten die an Nummer zwei gesetzte Vera Swonarewa und die Belgierin Kim Clijsters mit klaren Zweisatzsiegen in die nächste Runde. Lediglich die ehemalige Nummer eins Ana Ivanovic unterlag der Russin Jekaterina Makarowa mit 6:3, 4:6 und 8:10. Bei den Herren entledigten sich Robin Söderling, Andy Murray, Jürgen Melzer und Michail Juschni jeweils in drei Sätzen ihrer Auftaktaufgaben.

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