Fair gratuliert Williams der wesentlich jüngeren Stephens zu ihrem bislang größten Erfolg. Foto: Dennis Sabangan
Fair gratuliert Williams der wesentlich jüngeren Stephens zu ihrem bislang größten Erfolg. Foto: Dennis Sabangan

Fair gratuliert Williams der wesentlich jüngeren Stephens zu ihrem bislang größten Erfolg. Foto: Dennis Sabangan

Das athletische Spiel von Serena Williams fordert von ihrem Körper Tribut. Foto: Dennis Sabangan

Ohne Behandlungszeit am Rücken übersteht Williams die Partie nicht. Foto: Julian Finney

Mit wachsender Spielzeit ahnt Stephens (l), dass sie heute eine Chance gegen die große Williams hat. Foto: Dennis Sabangan

Jeden Ball versucht Stephens noch zurückzuspielen. Foto: Julian Finney

Sloane Stephens ist bei der Pressekonferenz nach dem Spiel noch ganz aufgekratzt. Foto: Barbara Walton

dpa, Bild 1 von 6

Fair gratuliert Williams der wesentlich jüngeren Stephens zu ihrem bislang größten Erfolg. Foto: Dennis Sabangan

Melbourne (dpa) - Topfavoritin Serena Williams ist bei den Australian Open sensationell im Viertelfinale ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Amerikanerin verlor in Melbourne das Duell der Generationen gegen ihre zwölf Jahre jüngere Landsfrau Sloane Stephens mit 6:3, 5:7, 4:6.

Williams kassierte damit erstmals seit Mitte August 2012 wieder eine Niederlage. Stephens verwandelte in der Rod Laver Arena nach 2:17 Stunden ihren ersten Matchball und konnte ihr Glück danach kaum fassen. «Oh mein Gott! Ich habe keine Ahnung, was ich sagen soll», meinte Stephens nach dem bislang größten Sieg ihrer Karriere.

Williams, die zuletzt 22 Mal in Serie gewonnen und letztmals in Cincinnati gegen Angelique Kerber als Verliererin einen Tennis-Platz verlassen hatte, stürmte dagegen gefrustete aus dem Stadion. Zwar winkte sie noch einmal tapfer ins Publikum, aber die Enttäuschung war der Doppel-Olympiasiegerin deutlich anzumerken. Die 15-malige Grand-Slam-Turnier-Siegerin wurde ab Ende des zweiten Satzes von einer Rückenverletzung geplagt und musste behandelt werden. Doch das sollte die starke Vorstellung von Stephens nicht schmälern.

«Sie hat richtig gut gespielt», lobte Williams ihre potenzielle Nachfolgerin. Von Beginn an zeigte der US-Teenie keinerlei Respekt vor seinem großen Vorbild. Ihre ersten drei Aufschlagsspiele gewann sie allesamt zu Null, doch dann zog Williams ein bisschen an und entschied den ersten Satz nach 28 Minuten für sich.

Als der Wimbledon- und US-Open-Siegerin von 2012 danach erneut ein schnelles Break gelang, schien die Partie ihren erwarteten Verlauf zu nehmen. Stephens biss sich aber zurück in die Begegnung und zwang Williams in den dritten Satz. Die ehemalige Nummer eins der Welt war so gefrustet, dass sie ihren Schläger beim Stand von 1:2 zertrümmerte.

Zum 4:3 gelang Williams dann doch das scheinbar entscheidende Break. Aber Stephens ließ einfach nicht nach, nahm Williams prompt ebenfalls der Service ab und machte schließlich mit dem ersten Matchball die bislang größte Sensation des Turniers perfekt.

Williams, die sich bereits in ihrer Erstrundenpartie eine Verletzung am Knöchel zugezogen hat, war danach nahezu froh, dass das Turnier für sie zu Ende ist. «Das waren die schlimmsten zwei Wochen meines Lebens. Ich bin fast erleichtert, dass es vorbei ist.

Stephens trifft im Halbfinale an diesem Donnerstag auf Titelverteidigerin Victoria Asarenka. Die Weltranglisten-Erste aus Weißrussland hatte sich zuvor gegen Swetlana Kusnezowa aus Russland mit 7:5, 6:1 durchgesetzt. «Ich werde einfach rausgehen und wieder versuchen, mein bestes zu geben», sagte Stephens. Im zweiten Duell der Vorschlussrunde stehen sich die Russin Maria Scharapowa und Li Na aus China gegenüber.

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