Rückenprobleme: Andrea Petkovic muss ihre Teilnahme an den Australian Open absagen. Foto: Jason Szenes
Rückenprobleme: Andrea Petkovic muss ihre Teilnahme an den Australian Open absagen. Foto: Jason Szenes

Rückenprobleme: Andrea Petkovic muss ihre Teilnahme an den Australian Open absagen. Foto: Jason Szenes

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Rückenprobleme: Andrea Petkovic muss ihre Teilnahme an den Australian Open absagen. Foto: Jason Szenes

Melbourne (dpa) - Das Tennis-Jahr beginnt für Andrea Petkovic mit einem Schock: Die deutsche Nummer eins musste ihre Teilnahme an den Australian Open am Mittwoch wegen einer Stressfraktur im unteren Rücken absagen und wird sechs bis acht Wochen ausfallen.

Damit steht die Darmstädterin dem deutschen Team auch beim Erstrundenspiel im Fed Cup gegen Tschechien Anfang Februar in Stuttgart nicht zur Verfügung. «Das ist natürlich eine riesige Enttäuschung», sagte Petkovic nach der Diagnose, die einen Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk ergab. Die 24-Jährige kehrte für weitere Untersuchungen sofort nach Deutschland zurück.

«Da quält man sich viele Wochen durch eine harte Vorbereitung, ordnet alles dem Sport unter und noch vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres ist man außer Gefecht gesetzt», sagte Petkovic zerknirscht. Die Hessin war zuletzt beim WTA-Turnier in Sydney in der zweiten Runde an der Polin Agnieszka Radwanska gescheitert und hatte dort bereits während der Partie behandelt werden müssen. Auch beim ersten Turnier des Jahres in Brisbane hatte die deutsche Nummer eins über Rückenprobleme geklagt.

«Ich quäle mich schon eine Weile damit herum, aber ich habe immer geglaubt, dass es besser würde und habe deswegen die Schmerzen bekämpft», sagte Petkovic. Mit ihr hat bereits die zweite prominente Spielerin für das Turnier abgesagt. Einige Tage zuvor hatte die US-Amerikanerin Venus Williams wegen einer Erkrankung ihren Startverzicht erklärt. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter der Teilnahme von Titelverteidigerin Kim Clijsters. Die Berlinerin Sabine Lisicki und Julia Görges aus Bad Oldesloe plagen sich ebenfalls mit gesundheitlichen Problemen herum.

«Das tut mir für Petko wahnsinnig leid. Sie wird quasi für ihren großen Eifer und Trainingsfleiß bestraft», sagte Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner der Nachrichtenagentur dpa. Mit dem Meniskuseinriss, der Petkovic gegen Ende des vergangenen Jahres ausgebremst hatte, habe die neue Verletzung aber nichts zu tun. «Das ist etwas völlig anderes. Die Petko ist manchmal einfach zu hart gegen sich selbst und müsste vielleicht hin und wieder früher auf Warnsignale ihres Körpers hören. Aber das ist ein Lernprozess», sagte Rittner. Bei Lisicki und Görges ist die 38-Jährige zuversichtlich, dass sie in Melbourne spielen können.

Petkovic galt beim ersten Highlight des Jahres als große deutsche Hoffnungsträgerin. «Aber so schnell haut mich nichts mehr um. Nach meinem Kreuzbandriss und dem Meniskuseinriss weiß ich mit Verletzungen umzugehen», sagte die Aufsteigerin der vergangenen Saison, die 2011 in Melbourne erstmals das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte.

«Die Probleme sind hier in Australien zuletzt schlimmer geworden. Ich konnte lediglich 30 bis 45 Minuten ohne Schmerzen spielen», berichtete Petkovic, die sich nach der Niederlage gegen Radwanska intensiv hatte untersuchen lassen. Dieser Check ergab die niederschmetternde Diagnose. «Das einzige, was ich jetzt machen kann, ist mich auszuruhen und zu hoffen, dass der Knochen so schnell wie möglich verheilt», sagte Petkovic. «Die Ärzte haben gesagt, dass es sechs bis acht Wochen dauern kann, aber ich bin zuversichtlich, dass alles gut wird.»

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