Nach der Niederlage in Eastbourne beherrschten Angelique Kerber gemischte Gefühle. Foto: Christophe Karaba
Nach der Niederlage in Eastbourne beherrschten Angelique Kerber gemischte Gefühle. Foto: Christophe Karaba

Nach der Niederlage in Eastbourne beherrschten Angelique Kerber gemischte Gefühle. Foto: Christophe Karaba

dpa

Nach der Niederlage in Eastbourne beherrschten Angelique Kerber gemischte Gefühle. Foto: Christophe Karaba

Berlin (dpa) - Angelique Kerber legte den Trip vom südenglischen Seebad Eastbourne bis nach Wimbledon mit «gemischten Gefühlen» zurück. «Ich weiß nicht, ob ich weinen oder lachen sollte», twitterte die Weltranglisten-Achte aus Kiel.

Die Final-Teilnahme beim Vorbereitungsturnier für den «Heiligen Rasen» von London war klasse - zumal mit einer Erkältung -, die fünf vergebenen Matchbälle gegen die Österreicherin Tamira Paszek beim 7:5, 3:6, 5:7 aber bitter. Nach ein paar Tränen auf dem Court in Eastbourne war die Tennisspielerin mit den meisten Match-Erfolgen des Jahres (40) dann schon wieder gefasst: «Ich habe ein paar Spiele hier gewonnen und bin bereit für Wimbledon», sagte sie.

Eines ihrer «Lieblings-Grand-Slam-Turniere» wolle sie nun «genießen». Bundestrainerin Barbara Rittner war voll des Lobes für ihre Musterschülerin: «Angies Woche in Eastbourne war umso sensationeller, wenn man bedenkt, dass sie nicht ganz gesund war, zwischendurch Halsschmerzen und kaum Stimme hatte», sagte Rittner.

Wenn die US-Open-Halbfinalistin und French-Open-Viertelfinalistin in Wimbledon gesund ist, zählt sie zu den Geheimfavoritinnen. Rittner betonte, dass der Rasenbelag der variablen Linkshänderin liegt. Allerdings muss die 24-Jährige in der ersten Runde erst einmal die aufschlaggewaltige Lucie Hradecka aus Tschechien aus dem Weg räumen. Kerbers Auslosung ist nicht ohne: Die Belgierin Kim Clijsters könnte im Achtelfinale und die topgesetzte Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa im Viertelfinale warten.

Im Blick muss man aus deutscher Sicht auch Vorjahres-Halbfinalistin Sabine Lisicki aus Berlin - hinter deren Form derzeit aber ein dickes Fragezeichen steht - und die aufstrebende Annika Beck haben. Die 18-jährige Bonnerin, Juniorinnen-Siegerin bei den French Open, hat sich erstmals für ein Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier qualifiziert. «Das ist supertoll! Ich freu' mich darüber, bei ihr am Rand zu sitzen und dass sie überhaupt dabei ist», sagte Rittner.

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