Marathon-Spieler
John Isner hat gegen David Nalbandian wieder einen langen Atem gezeigt. Foto: Barbara Walton

John Isner hat gegen David Nalbandian wieder einen langen Atem gezeigt. Foto: Barbara Walton

David Nalbandian argumentiert mit dem Unparteiischen. Foto: Barbara Walton

dpa, Bild 1 von 2

John Isner hat gegen David Nalbandian wieder einen langen Atem gezeigt. Foto: Barbara Walton

Melbourne (dpa) - John Isner hat in seiner Tennis-Karriere noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen und wird dies wahrscheinlich auch nie tun. Und dennoch ist der 2,06 Meter große US-Boy der Mann für besondere Momente bei den vier Majors.

Unvergessen ist das längste Match der Tennis-Geschichte 2010 in Wimbledon, in dem Isner über drei Tage nach 11:05 Stunden mit 70:68 im fünften Satz gegen Nicolas Mahut gewann. Doch nicht nur in London, auch in Melbourne müssen die Fans Ausdauer mitbringen, wenn sie Isner sehen wollen. 2011 verlor er nach 4:33 Stunden gegen den Kroaten Marin Cilic mit 7:9 im fünften Satz. Am Mittwoch lieferte sich der 26-Jährige erneut in der Margaret Court Arena einen Fünf-Satz-Krimi gegen den Argentinier David Nalbandian.

4:41 Stunden schenkten sich beide nichts, ehe Isner 10:8 im fünften Satz gewann. Allein der letzte Durchgang dauerte 99 Minuten und sorgte hinterher für Zoff. Weil der Referee bei einem Breakball Nalbandians die Entscheidung eines Linienrichters korrigiert und auf Punkt für Isner entschied, war Nalbandian nach der Partie außer sich. «Es ist verrückt, solch wichtige Turniere mit solchen Schiedsrichtern zu spielen», schimpfte der Argentinier. Isner freute sich dagegen über sein neuestes Meisterstück: «Es hat sehr viel Spaß gemacht.»

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