Tennis: Nach der Absage im Dezember verhandelt der Rochusclub mit Sponsoren.

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Hoffnungsfroh: Turnierdirektor Dietloff von Arnim.

Hoffnungsfroh: Turnierdirektor Dietloff von Arnim.

Lange

Hoffnungsfroh: Turnierdirektor Dietloff von Arnim.

Düsseldorf. Auf die Beerdigung im Dezember folgt womöglich die Auferstehung: Die Hoffnung ist genährt, dass die Tennis-Mannschaftsweltmeisterschaft in Düsseldorf doch vom 15. bis zum 21. Mai dieses Jahres in Düsseldorf stattfinden kann.

Rund 1,3 Millionen Euro fehlten der Turnier-GmbH bei einem Gesamtvolumen von vier bis fünf Millionen Euro zuletzt, jetzt stehen die Organisatoren um Turnierdirektor Dietloff von Arnim offenbar in aussichtsreichen Verhandlungen mit dem österreichischen Getränke-Hersteller „Power Horse Energy Drink“, der die Lücke möglicherweise schließen könnte. „Wir haben noch Hoffnung“, sagte von Arnim am Mittwoch. Erst in der kommenden Woche solle eine Entscheidung fallen. Von Arnim bestätigte unserer Zeitung, nach der offiziellen Absage mit Zustimmung der Spielergewerkschaft ATP weiter agiert zu haben, weil es bei „gewissen Verhandlungen plötzlich relativ schnell zur Sache ging“.

Es gibt Verhandlungen mit einem Getränkehersteller

Am Mittwoch bestätigte Martina Kurz, Marketingdirektor des Red-Bull-Konkurrenten „Power Horse Energy Drink“ laufende Verhandlungen. „Es ist aber noch nichts fix. Wenn wir schon die Eier gelegt hätten, könnten wir jetzt auch schon gackern.“ Dass es überhaupt noch eine Rettung geben könnte, ist tatsächlich überraschend: Von Arnim hatte am 13. Dezember mit Turniererfinder Horst Klosterkemper im Rochusclub das offizielle Ende des 1978 geschaffenen Turniers in Düsseldorf verkündet. Trotzdem hielt die die Spieler-Gewerkschaft ATP den WTC im Kalender. Zeitgleich ist einzig ein Turnier in Nizza terminiert – selbst auf Spitzenspieler könnte Düsseldorf hoffen.

Auch auf ausreichende Anzahl von Hotels kann von Arnim trotz des am 14. Mai in Düsseldorf stattfindenden Eurovision Song Contest und der Verpackungsmesse interpack zählen. „Das Problem mussten wir zuerst angehen, das steht uns aber nicht mehr im Weg.“ Offen ist, ob der bislang stets übertragende TV-Sender WDR die mögliche Auferstehung mitmacht.

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