Tennis-Star
Roger Federer sieht derzeit keine Konkurrenz in der jungen Generation aufkommen.

Roger Federer sieht derzeit keine Konkurrenz in der jungen Generation aufkommen.

dpa

Roger Federer sieht derzeit keine Konkurrenz in der jungen Generation aufkommen.

Berlin (dpa) - Tennis-König Roger Federer vermisst den Ansturm der «jungen Wilden», ernsthafte Konkurrenz durch eine neue Generation sieht er derzeit nicht.

«Ich kenne auch keinen nächsten Superstar. Und das finde ich ebenso schade wie überraschend. In meiner Teenagerzeit kamen jede Saison zwei, drei wirklich starke Leute hinzu - Hewitt, Safin, Ferrero oder Roddick», sagte der 29 Jahre alte Schweizer in einem Interview der Tageszeitung «Die Welt».

Als eine Ursache der «Nachwuchsflaute» vermutet der erfolgreichste Tennisprofi der Gegenwart, «dass das Spiel noch körperlicher geworden ist, der Weg zur Spitze beschwerlicher». Es scheine so, «als ob die Zeiten vorbei wären, in denen ein Boris Becker mit 17 in Wimbledon siegen konnte, schlagartig sozusagen».

Der Weltrangliste-Zweite bestreitet sein Auftaktmatch beim ATP-Tour-Finale in London gegen den Spanier David Ferrer. Der Schwede Robin Söderling und Lokalmatador Andy Murray sind die weiteren Kontrahenten in der Gruppe B. Um die WM kämpfen die besten acht Tennisprofis des Jahres.

Olympia-Gold 2012 in Wimbledon - das ist und bleibt Federers großes Ziel. «Es fehlt mir noch in meiner Sammlung», meinte der 65- fache Turniersieger, der allein 16 Grand-Slam-Veranstaltungen gewonnen hat. 237 Wochen lang (Februar 2004 bis August 2008) stand Federer ununterbrochen auf Platz eins der Weltrangliste. Gleich sechsmal triumphierte der Rasen-Spezialist in Wimbledon. Im Sommer 2012 will es der Vater von zwei Mädchen im Tennis-Mekka an der Themse unbedingt noch einmal wissen. «Olympia in Wimbledon, das ist schließlich eine große Chance. In Wimbledon kann ich immer gewinnen.»

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