Mona Barthel wurde nach ihrem ersten Turniersieg in Hobart reichlich beschenkt. Foto: David Clifford
Mona Barthel wurde nach ihrem ersten Turniersieg in Hobart reichlich beschenkt. Foto: David Clifford

Mona Barthel wurde nach ihrem ersten Turniersieg in Hobart reichlich beschenkt. Foto: David Clifford

dpa

Mona Barthel wurde nach ihrem ersten Turniersieg in Hobart reichlich beschenkt. Foto: David Clifford

Hobart (dpa) - Das deutsche Tennis hat nach der Absage von Andrea Petkovic eine neue Hoffnungsträgerin für die Australian Open. Zwei Tage vor Beginn des ersten Grand-Slam-Turniers 2012 gewann Mona Barthel in Hobart das erste WTA-Turnier ihrer Karriere und reist voller Selbstvertrauen nach Melbourne.

Gerade einmal 59 Minuten benötigte die 21-Jährige aus Neumünster, um die an Nummer eins gesetzte Belgierin Yanina Wickmayer mit 6:1, 6:2 vom Centre Court zu fegen. Ungläubig und ein wenig schüchtern winkte Barthel danach ins Publikum - an Turniersiege muss sich die Norddeutsche erst noch gewöhnen. «Ich bin einfach sehr glücklich damit, wie ich gespielt habe», meinte Barthel nach dem bislang größten Erfolg ihrer Laufbahn, für den sie 37 000 Dollar Preisgeld kassierte. «In einigen Momenten war ich sehr nervös und habe etwas passiv gespielt, aber ich habe 6:1, 6:2 gewonnen, also habe ich die meisten Dinge richtig gemacht, denke ich.»

Im Halbfinale hatte sich die Einser-Abiturientin (1,9), die sich erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, bereits souverän gegen US-Open-Halbfinalistin Angelique Kerber durchgesetzt. Gegen Wickmayer konnte sich die Nummer 64 der Welt sogar noch einmal steigern. Mit ihrem knallharten und präzisen Grundlinienspiel ließ sie Wickmayer nicht den Hauch einer Chance und wird in der Weltrangliste einen weiteren Sprung nach vorne machen.

Der erste Durchgang war nach zwei schnellen Breaks bereits nach 21 Minuten zu Ende. Auch im zweiten Satz nahm Barthel ihrer Gegnerin schnell zum 2:1 den Aufschlag ab und ließ sich danach auf vom sofortigen Rebreak nicht beirren. Zwei weitere Male durchbrach sie das Service ihrer bemitleidenswerten Kontrahenten und verwandelte nach nicht einmal einer Stunde den ersten Matchball mit einem Ass.

«Ein großer Glückwunsch und gut gemacht an Mona», gratulierte Julia Görges via Twitter. Während sich die Bad Oldesloerin auch am Samstag im Training noch sichtlich mit den Folgen einer Viruserkrankung herumplagte, ist Barthel zum Start des ersten Grand-Slam-Turniers topfit. In der derzeitigen Verfassung ist der Rechtshänderin, die zum Auftakt am Montag auf die Britin Anne Keothavong trifft, auch in Melbourne einiges zuzutrauen.

Gelungene Generalproben für die Australian Open feierten auch Bernard Tomic und David Ferrer. Der Australier Tomic gewann im Finale des Einladungsturniers von Kooyong gegen den Amerikaner Mardy Fish mit 6:4, 4:6, 7:5. Der Spanier Ferrer verteidigte seinen Titel beim ATP-Event im neuseeländischen Auckland durch ein 6:3, 6:4 im Endspiel gegen den Belgier Olivier Rochus. Das Finale in Sydney zwischen dem Franzosen Julien Benneteau und Jarkko Nieminen aus Finnland wurde wegen Regens auf Sonntag verschoben.

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