Ein Einzelturnier der Herren löst den World Team Cup in Düsseldorf ab. Gespielt wird im Mai.

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Ex-Profi Rainer Schüttler soll beim Aufbau helfen.

Ex-Profi Rainer Schüttler soll beim Aufbau helfen.

Deutschland gewann zuletzt 2011 den World Team Cup.

dpa, Bild 1 von 2

Ex-Profi Rainer Schüttler soll beim Aufbau helfen.

Düsseldorf. Eine 35-jährige Tradition geht zu Ende: Die Tennis-Mannschaftsweltmeisterschaft wird 2013 nicht mehr im Düsseldorfer Rochusclub ausgetragen. Fehlende Stars und sinkende Zuschauerzahlen haben den Wert des einst so attraktiven Turniers zunehmend gemindert. Wie geht es jetzt weiter? Eine Analyse.

Wird Düsseldorf künftig ohne ein Tennis-Turnier auskommen müssen?

Nein, Profi-Tennis wird trotzdem vom 17. bis zum 25. Mai 2013 im Rochusclub gespielt: Der World Team Cup wird von einem Herren-Einzelturnier der Kategorie 250 (415 000 Euro Preisgeld) abgelöst.

Offiziell mag das derzeit niemand bestätigen. Trotzdem ist klar: Der Termin ist gesetzt, die Woche vor dem Start des Grand Slam in Paris parallel zum ATP-Turnier in Nizza ist ohne Alternative, weil man sich sonst in Konkurrenz Mitte Juli zu anderen deutschen Sandplatzturnieren wie Hamburg und Stuttgart stellen müsste.

Kann sich die Attraktivität des Teilnehmerfeldes steigern?

Den Machern ist bewusst, dass sie dem Publikum keine schlechter eingestuften Spieler präsentieren dürfen, als das zuletzt bei der Tennis-WM der Fall war. Das soll gelingen, heißt es. Und es soll leichter werden, weil nun Spieler aus allen Nationen angefragt werden können. „Von der Spielerbesetzung her waren wir immer besser als Hamburg, München und Stuttgart, aber immer schlechter als Halle“, zieht Turnierdirektor Dietloff von Arnim einen Vergleich mit anderen deutschen Turnieren. „Wir wollen diesen Standard halten.“

Wer wird das Turnier finanzieren?

Die Sponsoren des WTC dürften auch die des neuen Turniers sein. Zumindest will Titelsponsor Power Horse dabei bleiben, wenn ein solches Einzelturnier zustande kommt. Zudem wird gemunkelt, dass die aufgelöste Rochusclub Turnier-GmbH ihr entstandenes Lizenzrecht veräußert hat – angeblich für 1,6 Millionen Euro an Ion Triac, den ehemaligen Manager von Boris Becker. Turnierdirektor Dietloff von Arnim will sich dazu erst in der kommenden Woche äußern.

Wer richtet das Turnier aus?

Von Arnim wird das Turnier voraussichtlich über seine eigene Werbeagentur in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Rochusclub abwickeln. Von Arnim hat sich dafür prominente Verstärkung ins Boot geholt. Vom langjährigen deutschen Spitzenspieler Rainer Schüttler erhofft er sich vor allem gute Kontakte ins Spielerlager. Der 36-jährige Schüttler war lange Spieler-Vertreter in der ATP und soll nun hilfreich zur Seite stehen, nicht aber Turnierdirektor werden – wie etwa Michael Stich in Hamburg.

Bleibt das Fernsehen dabei?

Bislang hat der WDR den WTC gezeigt, ob das auch bei einem 250er-Turnier so wäre, ist unsicher. Angeblich gibt es aber schon Alternativen zur öffentlich-rechtlichen Übertragung.

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