Alexander Zverev trifft im Halbfinale auf Hanfmann-Bezwinger Roberto Bautista Agut. Foto: Angelika Warmuth
Alexander Zverev trifft im Halbfinale auf Hanfmann-Bezwinger Roberto Bautista Agut. Foto: Angelika Warmuth

Alexander Zverev trifft im Halbfinale auf Hanfmann-Bezwinger Roberto Bautista Agut. Foto: Angelika Warmuth

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Alexander Zverev trifft im Halbfinale auf Hanfmann-Bezwinger Roberto Bautista Agut. Foto: Angelika Warmuth

München (dpa) - Davis-Cup-Spieler Alexander Zverev hat mit seinem Sieg gegen Tommy-Haas-Bezwinger Jan-Lennard Struff bei den BMW Open in München als einziger deutscher Tennisprofi das Halbfinale erreicht.

Der Hamburger zeigte beim kräftezehrenden 3:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5) Nervenstärke und kann sich Hoffnungen auf sein fünftes Finale auf der ATP-Tour machen. Zverev bekommt es nun nach packenden 2:13 Stunden auf dem ersehnten Weg ins Endspiel des mit 540 310 Euro dotierten Sandplatz-Turniers mit Roberto Bautista Agut zu tun. Der an Nummer zwei gesetzte Spanier beendete die stärkste Turnier-Woche in der Karriere von Qualifikant Yannick Hanfmann.

Zverev bietet sich indes allmählich die Chance auf seinen dritten Turniersieg. «Ich wusste, es wird ein sehr schweres Match, weil Struffi in letzter Zeit gut gespielt hat. Er hat schneller und aggressiver gespielt, als ich es erwartet hatte», sagte der 20-Jährige, der schon im vergangenen Jahr im Halbfinale stand. Zverev stellt sich nun aber auf ein komplett anderes Halbfinale ein. «Struffi und Bautista Agut können nicht verschiedener sein, es wird viele lange Ballwechsel geben.»

Vor allem im dritten Satz schenkten sich Zverev und Struff nichts und boten den Zuschauern auf der Anlage des MTTC Iphitos einige packende Grundlinienduelle. Zverev erarbeitete sich den ersten Vorteil, als er Struff mit einem Rückhandwinner den Aufschlag zum 3:2 abnahm. Der Warsteiner schlug aber sofort zurück. Am Ende behielt Zverev die Nerven und profitierte bei seinem ersten Matchball von einem Fehler seines deutschen Kontrahenten.

Für Hanfmann endeten denkwürdige Tage an der Isar. «Ich bin jetzt ein bisschen erleichtert, da waren viele Emotionen diese Woche», sagte der 273. der Tennis-Welt, der nach dem 3:6, 3:6 gegen Bautista Agut einen deutlichen Sprung in der Rangliste machen wird. «Ich nehme mit, dass ich auf diesem Level mitspielen kann, das ist das Wichtigste.» Man habe aber gegen den Spanier gesehen, «dass es schon ein Unterschied ist zwischen Leuten, die in den Top 20 stehen, und mir. Es ist eine tolle Erfahrung, und ich kann darauf aufbauen.»

Als nächstes wird Hanfmann ein deutlich niedriger dotiertes Turnier in Usbekistan spielen. Die Lust auf die großen Veranstaltungen hat den Badener jedoch längst gepackt. «Ich will da umso mehr spielen, der Ehrgeiz ist gewachsen», versicherte Hanfmann.

In seinem erst dritten Spiel bei einem großen Turnier begann Hanfmann nervös und gab gleich sein erstes Aufschlagspiel ab. Der 25-Jährige brauchte eine Weile, um in die Partie zu finden. Erst allmählich gewann Hanfmann in seinen Schlägen Sicherheit und konnte mit dem fast fehlerlosen Grundlinienspiel Bautista Aguts mithalten.

Zu einem Comeback im ersten Durchgang reichte es aber nicht. «Ich war vielleicht ein bisschen nervös, aber das gehört bei mir auch dazu, dass ich vor den Matches eine gewisse Anspannung verspüre», sagte Hanfmann, der sich durch die Qualifikation gemüht hatte.

Wie in seinen ersten beiden Partien im Hauptfeld steigerte sich der frühere College-Student und überstand zunächst selbst brenzlige Situationen mit Breakbällen gegen sich. Beim Stand von 2:2 gab Hanfmann jedoch trotz dreier Spielbälle seinen Aufschlag noch ab. Nachdem er einen Breakball zum 4:4 nicht nutzen konnte, war seine Niederlage nach 67 Minuten vorgezeichnet. Damit bleibt nur noch Zverev als deutscher Hoffnungsträger.

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