Das deutsche Team verliert das erste Spiel gegen Frankreich mit 1:2.

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Kohlschreiber (l.) ist deprimiert, Kas und Kühnen (r.) feuern an.

Kohlschreiber (l.) ist deprimiert, Kas und Kühnen (r.) feuern an.

dpa

Kohlschreiber (l.) ist deprimiert, Kas und Kühnen (r.) feuern an.

Düsseldorf. Nirgendwo wird die Mentalität eines Spielers dem Zuschauer so offen präsentiert, wie im Tennis. Am Montag, beim World Team Cup in Düsseldorf im ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich, wurde das wieder einmal deutlich: Nach dem 1:1 des Vortages musste das Doppel entscheiden. Und da nutzte ein durchaus fideler Christopher Kas dem deutschen Team letztlich nichts, weil Philipp Kohlschreiber momentan offensichtlich ein Problem mit sich selbst hat. Die beiden verloren 3:6, 6:3, 5:10 gegen Jeremy Chardy und Nicolas Mahut und kassierten wie in der ersten Runde des Davis Cups eine Erstrunden-Niederlage gegen Frankreich.

Schon nach dem Einzel war Kohlschreiber verzagt

"Noch ist nicht alles gelaufen", sagte Kas, der Optimist. "Vor zwei Jahren habe ich das erste Doppel sensationell gewonnen, mich danach zwei Tage feiern lassen und dann nur noch verloren. Das hat auch nichts gebracht." Zu so viel verbalem Esprit kann sich Kohlschreiber derzeit nicht versteigen. Schon nach seiner Einzelniederlage am Tag zuvor war die deutsche Nummer eins ein verzagtes Nervenbündel, das "ein Problem mit meinem Spiel" hat.

Am Montag lief es nur bedingt besser. Am Abend zuvor hatte es Kohlschreiber dem Team die Entscheidung überlassen, ob er Doppel spielen solle. "In 20 Sekunden war das entschieden", sagte Kohlschreiber. Alle wollten ihn und Kas. "Meine zwei Doppelturniere habe ich mit Phillip gewonnen", sagte Kas am Montag. Es klang wie eine Entschuldigung für die Entscheidung des Teams.

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