Fussball: Leverkusen stellt seine Neuen vor. Talent mit Ausstiegsklausel.

Torwart Gabor Kiraly (von links), Stürmer Angelos Charisteas und Supertalent Toni Kroos stellen sich in Leverkusen vor.
Torwart Gabor Kiraly (von links), Stürmer Angelos Charisteas und Supertalent Toni Kroos stellen sich in Leverkusen vor.

Torwart Gabor Kiraly (von links), Stürmer Angelos Charisteas und Supertalent Toni Kroos stellen sich in Leverkusen vor.

dpa

Torwart Gabor Kiraly (von links), Stürmer Angelos Charisteas und Supertalent Toni Kroos stellen sich in Leverkusen vor.

Düsseldorf/Leverkusen. Gut, dass Toni Kroos seine neuen Arbeitskollegen Angelos Charisteas und Gabor Kiraly am Dienstag noch bei der offiziellen Vorstellung der Leverkusener Neuzugänge auf dem Podium getroffen hat. Danach nämlich verdingte sich die neue Bayer-"Sahneschnitte", wie Manager Michael Reschke schwärmte, ins einsame Aufbautraining. Allein.

Nach dem ausgeheilten Bänderriss im Sprunggelenk trifft Kroos seine Kameraden erst in zehn Tagen wieder. Dann beginnt das interessante Projekt, das die Bayern mit ihrem Wechsel-Angebot eingeleitet haben: Wo findet Deutschlands größtes Talent seinen Platz in Leverkusen?

"Ich denke, dass ich meine Chance über Einwechslungen bekommen werde. Und wenn dann einer schwächelt, muss ich diese Chance nutzen", sagte Kroos am Dienstag. Ein bisschen demütig, aber auch realistisch. Dass Kroos in Leverkusen nur einen Frühling tanzen könnte, hatten die Bayer-Verantwortlichen in den Tagen zuvor lieber verschwiegen.

Fakt ist: Der Vertrag hat eine Klausel, nach der Kroos schon in diesem Sommer gegen eine Aufwandsentschädigung zurück zum FC Bayern wechseln könnte. "Das ist aber nicht der allgemeine Wunsch", sagte Sportdirektor Rudi Völler.

Bayer ist in Bewegung: Der bis 2010 laufende Vertrag mit Trikotsponsor Teldafax wurde mündlich um drei weitere Jahre verlängert. Das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayern München am 4. März wird dem Verein eine unverhoffte Einnahme von rund einer Million Euro bescheren. Trotzdem ließ Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bei einem Mediengespräch in Düsseldorf durchblicken, dass sich der Werksverein in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht losgelöst vom Mutterkonzern bewegen könne.

Die Bayer AG hatte im Bereich "Material Science" reduzierte Arbeitszeiten und Löhne angeordnet. "Wir hätten unseren Wunschspieler Eren Derdiyok gegen Ablöse eigentlich geholt", sagte Holzhäuser. Aber in diesem Umfeld habe man das nicht darstellen können. Jetzt soll Derdiyok im Sommer kommen.

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