Seit zehn Jahren bestehen die Nachwuchszentren.

Visionen
Manager Oliver Bierhoff hat sich schon immer für Leistungszentren ausgesprochen.

Manager Oliver Bierhoff hat sich schon immer für Leistungszentren ausgesprochen.

dpa

Manager Oliver Bierhoff hat sich schon immer für Leistungszentren ausgesprochen.

Mönchengladbach. Arne Friedrich war gestern einer unter vielen Nationalspielern. Und doch gehörte er irgendwie nicht ganz zu der erlauchten Schar der Löw-Kicker. Friedrich ist 31 Jahre und damit so alt, dass er nicht in einem Leistungszentrum der Bundesligisten ausgebildet wurde.

Gestern feierte die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Rahmen des Länderspiels ein kleines, aber nicht minder feines Jubiläum. Vor zehn Jahren führte der Ligaverband die Leistungszentren verpflichtend in die Lizenzierungsordnung seiner Profiklubs ein. Der Grund: Die aus deutscher Sicht desaströse Europameisterschaft 2000 in Holland und Belgien.

DFB hat die ehemaligen Vorbilder überholt

In der Eliteförderung ist Deutschland mittlerweile an den ehemaligen Vorbildern Frankreich und den Niederlanden vorbeigezogen. Liga-Präsident Reinhard Rauball nannte die Leistungszentren „eine Erfolgsstory, auf die Klubs, Ligaverband und die DFL stolz sein können“.

Immerhin 275 der 525 Bundesligaprofis (52,4 Prozent) haben ihre Laufbahn in diesen Einrichtungen begonnen. Eine halbe Milliarde Euro haben die Profiklubs in 42 Leistungszentren investiert. Gut angelegtes Geld.

Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, sieht die aktuell hohe Talentdichte in Deutschland als ein Resultat der professionellen Arbeit in den Leistungszentren. Ohne die Eliteförderung seien auch die jüngsten „Erfolge der Nationalmannschaft nicht denkbar“ gewesen. Zudem würden die Spieler in der Liga immer jünger. ste

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