Hamburg (dpa) - Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) wurde vor 60 Jahren als Förderverein für den olympischen Sport gegründet. Zwischenzeitlich hatte die DOG mehr als 10 000 persönliche Mitglieder, lokal und föderal organisiert in Zweigstellen und Landesverbänden.

Mittlerweile ist die Zahl der Mitglieder auf rund 3 500 in 49 Zweigstellen zurückgegangen. In den ersten Jahren bestand die Hauptaufgabe der DOG in der Beschaffung von Mitteln zur Entsendung deutscher Olympiamannschaften und zur Unterstützung von Athleten. Motor für das Sammeln von Spenden war der Unternehmer und Multisportler Georg von Opel als erster Präsident der DOG ab 1951. Als Ergänzung zum Nationalen Olympischen Komitee (NOK) verstand sich die stark basisorientierte DOG als Bewahrer und Förderer der olympischen Idee und dabei besonders des Fairplay-Gedankens.

Durch die neuen Strukturen im deutschen Sport mit der Schaffung der Stiftung Deutsche Sporthilfe (1967) und der Vereinigung des Deutschen Sportbundes (DSB) mit dem NOK zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geriet die DOG immer stärker in eine Randlage. Das lag auch daran, dass es der Organisation nicht gelang, überzeugendes Führungspersonal für sich zu gewinnen. Zuletzt legitimierte sich die DOG hauptsächlich durch ihre Zeitschrift «Olympisches Feuer» als meinungsstarkes Diskussionsforum des deutschen Sports.

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