Der Hamburger wird Trainer in Köln – und muss ein ganz neues Team in der 2. Liga aufbauen.

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Fachmann, Motivator und Hoffnungsträger: Holger Stanislawski tritt in wenigen Wochen seinen Job beim 1. FC Köln an.

Fachmann, Motivator und Hoffnungsträger: Holger Stanislawski tritt in wenigen Wochen seinen Job beim 1. FC Köln an.

dpa

Fachmann, Motivator und Hoffnungsträger: Holger Stanislawski tritt in wenigen Wochen seinen Job beim 1. FC Köln an.

Köln. Aufstieg kann er. 2007 ist Holger Stanislawski mit dem FC St. Pauli in die zweite, 2010 in die erste Liga empor gestiegen. Jetzt ist der 42-Jährige der erste Name in einem zerrütteten System des 1. FC Köln, der den abgestiegenen Traditionsklub in eine bessere Zukunft führen soll. Stanislawski, der Motivator, wird neuer Trainer in Köln, am Montag bestätigte der Klub die Einigung.

Der 46-Jährige ist der 16. Coach seit 2000 in diesem Verein, der noch keinen neuen Sportdirektor verpflichtet hat – aber nach Informationen unserer Zeitung bald eine Einigung mit Jörg Jakobs präsentiert, der bislang Chefscout und rechte Hand von Sportdirektor Jörg Schmadtke bei Hannover 96 ist.

Stanislawski bringt seine Assistenten Trulsen und Nemet mit

„Ich freue mich auf die Aufgabe, auch wenn sie nicht einfach wird. Das ist allen Beteiligten klar“, sagt Stanislawski. Der Trainer steigt mit Trainingsstart am 15. Juni ein, mit welchem Kader er dann arbeiten darf, ist noch reichlich ungewiss.

Im Gegensatz zu seinen Zuarbeitern: Stanislawski bringt als Co-Trainer seine Assistenten André Trulsen und Klaus-Peter Nemet mit. Das Trio agierte zuletzt wenig glücklich: Mit dem FC St. Pauli stieg es in die 2. Liga ab, auf der Station in Hoffenheim war nach 20 Spieltagen am 20. Februar dieses Jahres Schluss.

Der Trainer beginnt einen schweren Job in einem klammen Klub,

Gleichwohl gilt Stanislawski, der den Trainerschein einst als Lehrgangsbester absolvierte, als echter Fachmann und ausgezeichneter Motivator. Der 1. FC Köln sei ein „Traditionsverein der Bundesliga mit großartigen Fans in einer sehr lebendigen Stadt“.

26. September 1969 in Hamburg

von 1993 bis 2004 beim FC St. Pauli. In 260 Spielen erzielte der Abwehrspieler 18 Tore.

Der gelernte Masseur machte danach eine Umschulung zum Sportmanager. Er war als Vizepräsident des FC St. Pauli und als Manager für den sportlichen Bereich verantwortlich.

FC St. Pauli (2006-2011), 1899 Hoffenheim (2011-2012), 1. FC Köln (ab dem 15. Juni 2012).
 

Seine persönliche Herausforderung ist es, „eine Mannschaft mit Charakter und der richtigen Einstellung zu formen“. Kölns Vize-Präsident Toni Schumacher ist zuversichtlich: „Wer dem fußballverrückten Hamburg mit seinem hohen medialen Druck gewachsen ist, kann auch in Köln bestehen.“

Der Neue hatte dem FC vor Wochen nach der Entlassung von Ex-Coach Stale Solbakken noch abgesagt. Stanislawski wollte nicht retten, jetzt darf er aufbauen. In einem klammen Klub, der eine neue Identität sucht.

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