Peters und Schnusenberg stehen im Fokus.

Gelsenkirchen. Auch der jüngste sportliche Erfolg sowie eine Finanzspritze in Höhe von 25,5 Millionen Euro durch die städtische Tochter GEW (Gesellschaft für Energie und Wirtschaft) aus Gelsenkirchen und einem bedeutenden deutschen Kreditinstitut, das nicht genannt werden will, bringt keine Ruhe in die Finanzdiskussionen des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

Wie der Essener Oberstaatsanwaltschaft, Wilhelm Kassenböhmer, am Montag gegenüber dem WDR bestätigte, hat die Behörde gegen Verantwortliche des Vereins Ermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet. Das Verfahren richte sich nach Angaben Kassenböhmers gegen Vereins-Präsident Josef Schnusenberg und Finanz-Vorstand Peter Peters.

Eine Privatperson habe Strafanzeige in dieser Sache erstattet, daraufhin seien die Ermittlungen Ende Oktober eingeleitet worden. Insolvenzvergehen können Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Dem Verein wurden zuletzt neben einer Schuldenlast von mindestens 230 Millionen Euro ein Liquiditätsengpass von bis zu 30 Millionen Euro nachgesagt. "Wie sehen dem Ganzen gelassen entgegen und gehen davon aus, dass die Sache nicht weiter verfolgt wird", hieß es am Montagabend von Seiten des Vereins.

Der FC Schalke 04 muss sich derzeit, wie 19 andere Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga, einem Nachlizenzsierungsverfahren durch die DFL unterziehen. Dabei wird geprüft, ob die Finanzierung der laufenden Spielzeit 2009/ 2010 bei dem jeweiligen Klub gesichert ist.

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