Ernst Huberty war der erste ARD-Sportschau-Moderator.

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ARD

WZ: Herr Huberty, woran denken Sie spontan, wenn Sie an Ihre Sportschau denken?

Ernst Huberty: Dass wir eine Männer-Sendung gemacht haben, obwohl immer unser Gedanke war, eine Sendung für die ganze Familie zu machen. Wie erreiche ich die Kinder, wie erreiche ich die Frauen, wie komme ich an die Menschen heran, habe ich mich immer gefragt.

WZ: Das ist Ihnen gelungen. Die Sportschau war und ist ein Pflichttermin.

Huberty: Dann können wir ja nicht alles falsch gemacht haben. Ich denke sehr gerne an die ersten Jahre der Sportschau zurück. Es war eine gute Zeit.

WZ: Eine, in der Sie noch an die Akteure des Sports herankamen.

Huberty: Stimmt. Damals hatte noch nicht jeder Spieler einen Pressesprecher. Das kann man mit den heutigen Verhältnissen nicht vergleichen.

WZ: Die Sportschau in den Anfangsjahren, das war ja wirklich noch Sport. Und nicht nur Fußball.

Huberty: Und dennoch ist die Sportschau erst mit der Fußball-Bundesliga Kult geworden. Wir durften damals Ausschnitte von zwei Spielen zeigen. Unglaublich aus heutiger Sicht, aber mehr hat der DFB damals nicht erlaubt.

WZ: Haben Sie damals schon an Einschaltquoten gedacht?

Huberty: Wir haben in jeder Sendung zehn bis 15 Millionen Zuschauer in der Sportschau gehabt. Unsere Fernseh-Konkurrenz war damals „Daktari“. Wir haben uns durchgesetzt.

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