Kein Spieler der deutschen Nationalmannschaft erreicht eine ansprechende Form.

Tim Wiese: Vierter Einsatz. Fiel zumindest mit einem Pass in den Fuß des Gegners auf. Kaum beschäftigt, wenig Lorbeer. Chancenlos beim Elfmeter in der zweiten Hälfte.

Christian Träsch: Als Ersatz des pausierenden Kapitäns Lahm auf der rechten Seite keine Alternative. An beiden Gegentoren beteiligt. Seine Zukunft in dieser Mannschaft wird nicht von Bedeutung sein. Nicht, weil er ein schlechter Spieler ist. Nein, ihm fehlt die spezielle Qualität. Er ist zwar Löws Lieblingsergänzungsspieler. Das wird er wohl auch bleiben.

Arne Friedrich: Der Jubilar. 80. Länderspiel mit 31 Jahren. Wer hätte das gedacht? Und dennoch beginnt unweigerlich der Abschied angesichts der nachdrängenden Talente wie Hummels und Badstuber. Bis zur EM 2012 ist es noch weit für ihn.

Mats Hummels: Insgesamt solide in seinem vierten Länderspiel, wenn auch nicht besonders gefordert von Australiens Offensive. Ließ sich allerdings beim 1:1 ausspielen.

Marcel Schmelzer: Sein zweites Länderspiel. Er wollte Druck machen auf die etablierteren Boateng, Aogo oder Jansen. Offensichtlich hatte er selbst merklich mehr Druck empfunden, als ihm lieb sein konnte. Stark steigerungsbedürftig.

Bastian Schweinsteiger: Es ist kein Zufall, dass Schweinsteiger nach den Pfiffen von Kaiserslautern am Dienstag Kapitän war. Löw stärkt seine Führungsspieler, wann immer er das kann. Schweinsteigers Konterfei zierte sogar eine der beiden zum Sichtschutz platzierten Stellwände im Kabinengang der Nationalmannschaft. Seine schneidige Kopfball-Rückgabe war auch von Wiese nicht mehr vor dem Tor-Aus zu retten.

Sven Bender: Löws einziger Debütant. Mit 21 Jahren ein gutes Alter für eine nachhaltige Perspektive im Team. Präzises Passspiel, bis auf einen Ausreißer. Spielt allerdings auf einem Platz, den auch Michael Balack gerne mal wieder hätte.

Lukas Podolski: Ein bisschen Konstanz dachte sich Löw, sei für den Angriff nicht schlecht. Daher begann Prinz Poldi statt Götze. Ein Freistoß, ein Schuss – mehr war’s nicht, womit er auffiel.

Thomas Müller: Der Allrounder übernahm die zentrale Rolle hinter den Spitze, ohne auch nur irgendwie an Özil zu erinnern. Als Bayer geht das ja auch schlecht.

André Schürrle: Der Mainzer hat seine überragende Form aus der Bundesliga nicht ganz hinüberretten können. Dennoch versuchte er, Akzente zu setzen, musste allerdings auf der ungewohnten rechte Seite spielen. Kein guter Schachzug von Löw. Und dennoch war er Vorlagengeber zum Gomez-Tor.

Mario Gomez: Die Pfiffe bei seiner Einwechslung am Betzenberg haben Wirkung hinterlassen. Er jubelte nicht mal mehr bei seinem Tor. Das 15. im DFB-Team. Der Treffer war ein Beleg ausgezeichneter Schuss-Technik.

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