London (dpa) - Eine Spezialeinheit der Polizei soll bei den Olympischen Spielen 2012 in London gegen mögliche Manipulationen von Ergebnissen und Wettbetrug vorgehen.

Es sei das erste Mal in der Geschichte der Spiele, dass eine solche Sonderabteilung eingerichtet werde, berichtete die «Sunday Times». Die Bestechung von Athleten, um Gewinne zu beeinflussen und damit Wetten zu gewinnen, habe mittlerweile Doping als größte Gefahr für die Spiele überholt, sagte der für Olympia zuständige Staatssekretär Hugh Robertson der Zeitung.

«Man kann die Bedrohung gar nicht hoch genug einschätzen, denn in dem Moment, in dem die Zuschauer merken, dass das, was sie sehen, nicht echt ist, bleiben sie weg und die ganze Sache zerfällt», erklärte Robertson. In den kommenden drei Jahren werde es mit Sicherheit in irgendeiner Sportart einen neuen großen Wettskandal geben, sagte Robertson voraus. «Wir hoffen nur, dass das nicht bei den Olympischen Spielen sein wird.» Laut «Sunday Times» soll die Spezialeinheit eng mit Interpol und anderen Organisationen zusammenarbeiten.

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