Stockholm (dpa) - Stockholm hat den vorzeitigen Ausstieg aus dem Bewerbungsrennen um die olympischen Winterspiele 2022 bedauert.

Laut Stefan Lindeberg, dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees, würden sich die Schweden erneut bewerben, wenn sie die Chance dazu hätten, da es innerhalb des IOC einen Wandel gegeben habe. «Hätten wir die Diskussion, die wir jetzt haben, bereits im Januar gehabt, wären wir weiterhin dabei», sagte Lindeberg.

Stockholm war Anfang des Jahres aus dem Kreis der Kandidaten ausgestiegen, nachdem die Regierung die finanziellen Garantien nicht gegeben hatte. Im Zuge des von IOC-Präsident Thomas Bach angestoßenen Reformplans Agenda 2020 will das IOC zukünftig durch eine Kostenbeteiligung die Ausgaben der Gastgeber reduzieren, mehr Flexibilität zeigen und auf die Individualität der Kandidaten eingehen. Olympia soll sich dem jeweiligen Gastgeber anpassen und nicht die Stadt den Spielen.

Lediglich Peking und das kasachische Almaty sind als Kandidaten für 2022 übrig geblieben. München, Oslo und Graubünden hatten unter anderem wegen der fehlenden Unterstützung innerhalb der Bevölkerung einen Rückzieher gemacht. Auch Krakau und das ukrainische Lwiw nahmen Abstand von einer Bewerbung.

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