Vierte
Viktoria Rebensburg verpasste knapp eine Medaille. Foto: Johann Groder/EXPA via APA

Viktoria Rebensburg verpasste knapp eine Medaille. Foto: Johann Groder/EXPA via APA

dpa

Viktoria Rebensburg verpasste knapp eine Medaille. Foto: Johann Groder/EXPA via APA

Pyeongchang (dpa) - Nach der Hundertstel-Enttäuschung fand Viktoria Rebensburg nur langsam ihr Lächeln wieder und freute sich auf einen tröstenden Abend mit ihren Eltern.

Die hauchdünn verpatzte Medaillenchance durch die Gold-Favoritin tat dem deutschen Alpinteam bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang so richtig weh. Wegen eines Fehlers im ersten Lauf verpasste sie als Vierte nicht nur die dritte Olympia-Medaille in ihrer Spezialdisziplin, sondern auch das wahrscheinlichste Edelmetall für die dezimierte deutsche Mannschaft. «Das ist das Leben und meins wird trotzdem weitergehen», sagte Rebensburg, ehe sie aus dem Zielbereich trottete.

Die Ehrung für Siegerin Mikaela Shiffrin aus den USA, die zweitplatzierte Norwegerin Ragnhild Mowinckel und Federica Brignone aus Italien auf Rang drei wollte sich Rebensburg nicht antun. Nur zwölf Hundertstelsekunden fehlten auf den Bronzerang. «Es ist natürlich bitter», sagte die 28-Jährige und erinnerte an die WM im Vorjahr, als sie ebenfalls Vierte in der Abfahrt geworden war. «Nach dem letzten Jahr in St. Moritz weiß ich schon, wie sich das anfühlt, das hätte ich nicht unbedingt noch mal gebraucht», sagte sie.

Damals sollte das erste Rennen nur eine Ouvertüre sein - diesmal war der Riesentorlauf gleich die größte Chance auf Edelmetall für die Sportlerin vom Tegernsee. «Die große Hoffnung lag auf der Vicky», sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier und sprach von einer «großen Enttäuschung». Die Vorfreude auf den Super-G am Samstag hielt sich in Grenzen. Statt mit Medaillen-Schwung in die restlichen Spiele zu gehen, ist Rebensburg jetzt schon auf Wiedergutmachungsmission. «Das wird so ein bisserl eine Wundertüte», meinte die Olympiasiegerin von 2010 vor dem ersten Speed-Event. «Ich habe die letzten Wochen nicht in der Disziplin trainiert, von daher muss man abwarten.»