Krasnaja Poljana (dpa) - Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch antwortet auf Fragen nach dem Gewinn der Silbermedaille im olympischen Super-G.

Was haben sie nach ihrem Fehler im Zielhang gedacht?

Höfl-Riesch: Irgendwas zwischen stehen bleiben und Wahnsinn, die Sekunden laufen davon. Man kommt einfach nicht mehr drauf. Es hat drei Tore gedauert, bis ich wieder einigermaßen auf der Spur war. Da habe ich mir gedacht, na gut, fahren wir halt ins Ziel. Und dann: Zweite! Wahnsinn. Kurz habe ich noch überlegt, kann das ein Fehler sein? Und dann: Nein, das ist wirklich wahr.

Es sah kurz so aus, als würden sie aufhören, zu fahren.

Höfl-Riesch: Das macht man alles aus dem Bauch heraus. Ich hab' gekämpft und bin dafür belohnt worden, dafür bin ich dankbar und glücklich. Es ist Nullkommanull so, dass ich da jetzt Gold nachtrauere. Es war ein wahnsinnig schwerer Lauf. Da war es fast eine Kunst, überhaupt durch zu kommen. Um vorne dabei zu sein, muss man halt doch riskieren. Das ist bis auf die letzten paar Kurven auch aufgegangen und dann doch noch mit einer Medaille belohnt worden. Das ist wunderschön.

Drei Rennen, zwei Medaillen: Keine schlechte Bilanz!

Höfl-Riesch: Ja, Wahnsinn. Fast perfekt. Gut, mit der Abfahrtsmedaille ist es nichts geworden, das war das große Ziel. Aber nachdem es heute nochmal geklappt hat trauere ich dem wirklich überhaupt nicht mehr hinterher. Das ist einfach nicht drin gewesen. Aber ich habe mich gut erholt, das ist ja auch wichtig, dass man aus so einem kleinen Tief wieder rauskommt.

Sie haben durch Silber jetzt Katja Seizinger überholt. Bedeutet ihnen das was?

Höfl-Riesch: Das habe ich vorher schon gesagt, dass das nicht meine Hauptmotivation ist. Wenn es passiert, ist es schön, dass man da sozusagen in die Annalen eingeht. Ich habe auch gesagt: Endlich ne Silbermedaille, es ist ja die allererste überhaupt. Auch schon die zehnte Medaille bei Großereignissen.

Da sie jetzt so gelöst sind und so viele Erfolge schon haben: Was ist im Riesenslalom drin?

Höfl-Riesch: Ach im Riesenslalom, da ist nicht so viel drin. Und Slalom: Es lief im Kombi-Slalom ganz gut, aber man muss schon schauen, die Slalom-Spezialistinnen haben alles etwas gemütlicher gehabt, die konnten sich daheim in Ruhe vorbereiten. Haben sicher auch den ein oder anderen Pausetag gehabt. Aber egal, was jetzt noch passiert in der zweiten Woche: Ich fahre glücklich nach Hause.

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