Protestzone
Die Behörden hätten ein 12 km entferntes Gelände ausgewiesen, sagte der zuständige Vizeregierungschef Dmitri Kosak. Foto: Simela Pantzartzi

Die Behörden hätten ein 12 km entferntes Gelände ausgewiesen, sagte der zuständige Vizeregierungschef Dmitri Kosak. Foto: Simela Pantzartzi

dpa

Die Behörden hätten ein 12 km entferntes Gelände ausgewiesen, sagte der zuständige Vizeregierungschef Dmitri Kosak. Foto: Simela Pantzartzi

Sotschi (dpa) - Die von Kremlchef Wladimir Putin zugelassene «Protestzone» während der Olympischen Winterspiele liegt gut zwölf Kilometer von den Wettkampfstätten entfernt.

Die Behörden in Sotschi hätten ein Gelände im Stadtteil Chosta ausgewiesen, sagte der zuständige Vizeregierungschef Dmitri Kosak der Agentur Interfax zufolge. Es gebe allerdings noch keinen einzigen Antrag für Proteste. Zugleich warnte Kosak vor nicht genehmigten Demonstrationen.

Das Ringe-Spektakel vom 7. bis 23. Februar sei kein Ort für politische Kundgebungen, sagte der Vertraute von Putin. «Sollte es unerlaubte Demonstrationen geben, wäre das ein Fall für die Rechtsschutzorgane», betonte Kosak. Russland hatte die «Protestzone» nach scharfer internationaler Kritik angekündigt. Zunächst sollten überhaupt keine Kundgebungen erlaubt werden.

Der Vizepremier kündigte an, dass etwa 30 000 Gastarbeiter den Betrieb in Sotschi während der Spiele aufrechterhalten würden. Die Stadt müsse weiter als Kurort funktionieren. Ausstehende Zahlungen an die Migranten, die vor allem aus verarmten Ex-Sowjetrepubliken in Zentralasien stammen, würden in Kürze beglichen, versprach Kosak. Menschenrechtler haben wiederholt eine Ausbeutung der Arbeiter und sklavenähnliche Zustände angeprangert. Kosak wies erneut Vorwürfe von Umweltschützern zurück, die Wettkämpfe würden der Natur im Kaukasus schaden. «Luft und Wasser sind sauberer als früher», sagte er.

Zur Terrorabwehr während der Wettbewerbe wird Russland auch seine Spionagesatelliten im Weltall nutzen. «Die Sicherheitsmaßnahmen für Athleten und Gäste werden wie angekündigt auf höchstem Niveau sein», sagte Zivilschutzminister Wladimir Putschkow der Agentur Itar-Tass.

Alle zuständigen Einheiten seien bereits in Kampfbereitschaft versetzt worden, betonte er. In der Schwarzmeerregion hatte der Kreml vor wenigen Tagen die wohl größte Sicherheitszone in der Geschichte der Spiele mit Zehntausenden Soldaten und Polizisten eingerichtet.

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