Claudia Pechstein zeigte sich in Inzell gut in Form. Foto: Hannibal
Claudia Pechstein zeigte sich in Inzell gut in Form. Foto: Hannibal

Claudia Pechstein zeigte sich in Inzell gut in Form. Foto: Hannibal

dpa

Claudia Pechstein zeigte sich in Inzell gut in Form. Foto: Hannibal

Inzell (dpa) - Claudia Pechstein schmunzelte genüsslich. «Das war relativ fix», meinte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin süffisant, nachdem ihr bei der Olympia-Generalprobe in Inzell ein bemerkenswerter Coup gelungen war.

Im letzten Testrennen vor der Abreise nach Sotschi bezwang die Berlinerin die Olympia-Top-Favoritin Ireen Wüst deutlich und unterbot in 4:00,92 Minuten den Bahnrekord der niederländischen Rivalin gleich um 0,64 Sekunden.

«Das hat Spaß gemacht. Mein Plan, konstante Rundenzeiten zu laufen, ist voll aufgegangen. Schließlich bin ich ja aus dem vollen Training heraus gelaufen», sagte Pechstein zufrieden. Wüst hatte zunächst im Duell mit der Erfurterin Beckert 4:02,02 Minuten vorgelegt und sich danach schon als Siegerin gefühlt, ehe Pechstein ihr sogar den Rekord entriss. «Olympia kann kommen. Ich fühle mich bereit», bestätigte Pechstein auf ihrer Homepage.

«Dieser Rekord allein spricht für sich. Es war ein rundum schöner Lauf, da gibt es gar nichts auszusetzen», meinte Teamchef Helge Jasch, der Pechstein auch in Sotschi betreuen wird. Gleich nach dem Wettkampf trat die 41-Jährige die Heimreise an, wo am Dienstag die Berliner Olympia-Kandidaten offiziell verabschiedet werden. Am Donnerstag fliegt sie mit einem Teil der Olympia-Mannschaft nach Sotschi, wo sie vor dem Auftakt-Rennen am 9. Februar noch einen Test über 1500 Meter absolvieren wird.

Die Erfurterin Stephanie Beckert belegte in 4:10,65 Minuten im hochklassigen Feld den sechsten Platz. «Sie tut sich nach wie vor schwer mit schnelleren Rundenzeiten», meinte Jasch. Das Trainingslager lief gut, aber sie bekommt den speziellen Schritt für die 3000 Meter noch nicht ganz hin.» Fortschritte nach dem zehntägigen Trainingscamp wies auch Sprinterin Judith Hesse mit zwei 500-Meter-Siegen (38,39/38,71) nach. Die Berlinerin Monique Angermüller, die über 1500 Meter in 1:58,99 Minute Dritte wurde, hatte sich dagegen eine schnellere Zeit vorgenommen.

Für einen weiteren Bahnrekord sorgte der Pole Konrad Niedzwiedzki in 3:41,11 Minuten über 3000 Meter. Top-Favorit Sven Kramer aus den Niederlanden unterstrich über 5000 Meter in 6:13,10 Minuten seine Ausnahmestellung und war von keinem Konkurrenten zu gefährden.

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