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Auch beim IOC war man über das vorläufige Ergebnis des Referendums enttäuscht. Foto: Martial Trezzini

Auch beim IOC war man über das vorläufige Ergebnis des Referendums enttäuscht. Foto: Martial Trezzini

dpa

Auch beim IOC war man über das vorläufige Ergebnis des Referendums enttäuscht. Foto: Martial Trezzini

Lausanne (dpa) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das Nein der Hamburger zu Olympischen Spielen bedauert.

Ein IOC-Sprecher teilte mit: «Mit dieser Entscheidung geht eine große Chance für die Stadt, das Land und den deutschen Sport verloren.» Das Ergebnis komme angesichts der Diskussionen in Deutschland in den vergangenen Wochen aber nicht überraschend.

Bei dem Referendum stimmten 51,6 Prozent der Hamburger dagegen, dass sich die Stadt um die Olympischen Spiele 2024 bewirbt. Nur 48,4 Prozent waren dafür.

Offen war bis zum Schluss, wer die Kosten in Höhe von geschätzt 7,4 Milliarden Euro übernimmt. Die Stadt wollte 1,2 Milliarden beitragen, die restlichen 6,2 Milliarden Euro sollte der Bund übernehmen.

In diesem Zusammenhang wies das IOC darauf hin, dass es im Fall eines Zuschlages 1,7 Milliarden US-Dollar (derzeit 1,6 Milliarden Euro) für Hamburger Spiele beigesteuert hätte.

«Es ist verständlich, dass die Einwohner Hamburgs in einer Situation, in der Deutschland mit der hohen Anzahl von Flüchtlingen eine historische Herausforderung zu bewältigen hat, auf die nicht geklärte Finanzierung sensibel reagiert haben», erklärte der Sprecher weiter.

Nach dem Ausscheiden Hamburgs gebe es nun einen starken Wettbewerb der vier Bewerber Budapest, Los Angeles, Paris und Rom. «Bei der Stärke dieses Bewerberfeldes lässt sich schon heute sagen, dass, wer auch immer aus diesem Wettbewerb als Sieger hervorgehen wird, wir uns auf begeisternde Olympische Spiele 2024 freuen können», hieß es.

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