DOSB-Chef
Alfons Hörmann stellte der deutschen Bewerbung ein glänzendes Zwischenzeugnis aus. Foto: Axel Heimken

Alfons Hörmann stellte der deutschen Bewerbung ein glänzendes Zwischenzeugnis aus. Foto: Axel Heimken

dpa

Alfons Hörmann stellte der deutschen Bewerbung ein glänzendes Zwischenzeugnis aus. Foto: Axel Heimken

Hamburg (dpa) - Einen Tag nach der Präsentation des milliardenschweren Finanzplans für Olympische Spiele 2024 in Hamburg hat DOSB-Präsident Alfons Hörmann der deutschen Bewerbung ein glänzendes Zwischenzeugnis ausgestellt.

Mit den geplanten Sportstätten in einer Größenordnung von etwa 2 Milliarden Euro folge die Bewerbung genau dem Ansatz, den das Internationale Olympische Komitee (IOC) vorgegeben habe, sagte Hörmann am Freitag bei einer Veranstaltung zur Olympia-Bewerbung in der Hansestadt. Und es sei deutlich erkennbar, dass so präzise geplant und gerechnet worden sei wie nie zuvor.

Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) betonte vor rund 800 Zuhörern im Kreuzfahrtterminal Altona, Hamburg habe bis heute keinen Fehler gemacht. «Das ist schon ein sehr, sehr hoher Standard, den wir da erreicht haben», sagte Hörmann.

Am Donnerstag war bekanntgegeben worden, dass die Sommerspiele 2024 in Hamburg 11,2 Milliarden Euro kosten würden. Auf den deutschen Steuerzahler kämen 7,4 Milliarden Euro zu, von denen nach dem Willen von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) der Bund mindestens 6 Milliarden Euro aufbringen soll.

Eine rasche Einigung scheint nicht in Sicht. «Die Bundesregierung nimmt die von der Freien Hansestadt Hamburg gestern veröffentlichten Zahlen zu den geplanten Kosten für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 zur Kenntnis», teilte eine Sprecherin des zuständigen Bundesinnenministeriums der Zeitung «Die Welt» mit. Eine Einigung habe noch nicht erreicht werden können. In den bisherigen Gesprächen seien Hamburg großzügige Angebote unterbreitet worden, «die weit über die in der Vergangenheit zugesagten Beteiligungen hinausgingen».

Scholz sagte, bis Februar 2016 müssten sich Stadt und Bund verständigen. Man müsse dem Bund die Zeit lassen, «sich Gedanken darüber zu machen, ob wir alles richtig gerechnet haben». Er hätte auch kein Problem damit, wenn nun noch ein Gutachten in Auftrag gegeben werde, sagte Scholz.

Auf die Frage, ob er noch an eine Zusage des Bundes vor dem Olympia-Referendum am 29. November glaube, sagte Hörmann: «Ich will nichts ausschließen.» Neben Hamburg bewerben sich Los Angeles, Paris, Rom und Budapest um die Sommerspiele 2024.

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