Nico Ihle trainiert in der Adler Arena. Foto: Christian Charisius
Nico Ihle trainiert in der Adler Arena. Foto: Christian Charisius

Nico Ihle trainiert in der Adler Arena. Foto: Christian Charisius

dpa

Nico Ihle trainiert in der Adler Arena. Foto: Christian Charisius

Sotschi (dpa) - Bei den ersten Testrennen in der olympischen Adler Arena von Sotschi haben die deutschen Eisschnellläufer zumeist einen guten Eindruck hinterlassen. Sprinter Nico Ihle lag über 500 Meter nach sehr guten 35,02 Sekunden an der Spitze von 22 Startern.

«Ich war selber überrascht, dass es am Ende doch so schnell war. Das zeigt mir, dass die Form weiter nach oben geht. Es geht sogar normalerweise noch ein bisschen mehr, weil mir in der letzten Kurve etwas der Druck fehlte», sagte der Chemnitzer. «Das lässt für nächste Woche hoffen.» Allerdings fehlte noch ein Großteil der Weltspitze, zudem zogen nicht alle Läufer bis zur Ziellinie voll durch.

Ihle zeigte in 9,69 Sekunden über 100 Meter die schnellste Angangzeit seiner Laufbahn. Er blieb nach 500 Metern nur um knapp vier Zehntelsekunden über seinem deutschen Rekord auf der leistungsfördernden Hochgebirgsbahn von Salt Lake City. «Das war schon eine starke Leistung», befand Teamchef Helge Jasch, der Ihle das Mindestziel einer Platzierung unter den ersten Zehn zutraut.

Eine gut gelaunte Claudia Pechstein beließ es bei einem lockeren Eis-Training. Die 41-Jährige will sich nach Auskunft ihres Lebenspartners Matthias Große bis zu ihrem Start über 3000 Meter am Sonntag nicht mehr ausführlich äußern. Stattdessen äußerte sich der Berliner Unternehmer, mit dem Pechstein am Rande der Bahn scherzte und ihn herzte.

«Claudia ist fit und gesund. Sie ist locker, genießt das Eistraining am Vormittag. Die zweite Trainingseinheit verbringt sie am Nachmittag auf dem Ergometer. Zur Regeneration geht sie auch mal in der Sonne etwas spazieren», sagte Große. Pechsteins Hauptbezugsperson in Sotschi, über dessen Olympia-Nominierung zuvor diskutiert worden war, ist nach Delegationsangaben auch aufgrund seiner russischen Sprachkenntnisse eine Hilfe für das gesamte Team.

«Die Claudia ist Bombe in Schuss, das ist nach wie vor so», sagte Teamchef Jasch über eine seiner beiden größten Medaillenhoffnungen. Auf das zunächst ins Auge gefasste Testrennen am Mittwoch verzichtet Pechstein. Sie hatte erst vor Wochenfrist bei einem Testlauf über 3000 Meter mit Bahnrekord die Konkurrenz geschockt. «Der Haupttest war in Inzell. Das andere sind Trainingsdinge, die wir nicht weiter ins Kalkül ziehen müssen. Wenn die Form da ist, ist sie da», erklärte Jasch und auch Große versicherte: «Claudia liegt voll im Plan.»

Bei den Testrennen über 500 Meter erzielte Judith Hesse in 38,31 Sekunden die viertbeste Zeit, Gabriele Hirschbichler wurde 15. in 40,33. Die Olympia-Zweite von Vancouver, Jenny Wolf, ließ den ersten Test ebenso aus wie die angeschlagene Monique Angermüller. Samuel Schwarz musste sich nach einem kleinen Stolperer in der Startphase mit 35,79 Sekunden begnügen.

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