Oldie
Eisschnellläuferin Claudia Pechstein läuft mit 45 Jahren um den Olymiasieg. Foto: Peter Kneffel

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein läuft mit 45 Jahren um den Olymiasieg. Foto: Peter Kneffel

dpa

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein läuft mit 45 Jahren um den Olymiasieg. Foto: Peter Kneffel

Gangneung (dpa) - Für ihren Coach Peter Mueller ist Claudia Pechstein einfach nur «ein Wunder», auch ihre einstigen Erzrivalinnen trauen der besten deutschen Eisschnellläuferin selbst mit fast 46 Jahren noch eine Medaille zu.

Am Freitag soll sich über 5000 Meter der Traum der besten deutschen Winter-Olympionikin erfüllen. «Diese Frau ist einfach unglaublich», schwärmt Mueller. Der langmähnige Amerikaner - Olympiasieger 1976 über 1000 Meter - kennt sie genau. Täglich steht er an der Bahn, wenn die «Eis-Oma» ihre Kreise zieht. «Vier schnelle Runden - das reicht. Sie ist gut drauf», sagte er nach dem letzten intensiven Training vor dem Tag X, auf den Claudia Pechstein vier Jahre lang hintrainiert hat.

Und Mueller muss es wissen. Viele Stars wie Bonnie Blair und Dan Jansen aus den USA hat er trainiert, mit der Olympia-Zweiten Leah Poulus und Olympiasiegerin Marianne Timmer aus Holland war er sogar ein paar Jahre verheiratet. Jetzt gilt sein Fokus seit zwei Jahren allein Pechstein. «Ich bin nicht immer einfach und mache auch mal Krach», gibt er zu. Und der 63 Jahre alte Freak aus Wisconsin kennt auch Pechsteins kleine Geheimnisse. «Wenn sie richtig angefressen ist, bringt sie ihre besten Leistungen», verrät er.

Insofern hofft er, dass Weltverbands-Präsident Jan Dijkema in der entscheidenden Stunde auf der Tribüne sitzt. Der Niederländer ist für Pechstein das personalisierte «Feindbild», wie sie stets betont. «Das Foto, wenn er mich bei der Siegerehrung küssen müsste, wäre in Holland in allen Zeitungen», meint Pechstein unter Hinweis darauf, dass Dijkema ihre Sperre zwischen 2009 und 2011 zu verantworten habe.

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