Sotschi (dpa) - Finnland ist im Kampf um die Ränge fünf bis acht bei den Olympischen Winterspielen der erste Gegner der deutschen Frauen-Eishockey-Auswahl. Die Bronzemedaillen-Gewinnerinnen von 2010 unterlagen im Viertelfinale Schweden mit 2:4 (0:0, 1:0, 1:4) und sind damit aus dem Medaillenrennen.

In der ersten Runde der Platzierungsphase kommt es zur Partie gegen die Mannschaft von Bundestrainer Peter Kathan. Schweden revanchierte sich indes für die Niederlage im Spiel um Platz drei vor vier Jahren in Vancouver. Emma Eliasson in der 56. Minute und Emma Nordin 41 Sekunden vor Schluss schossen den Sieg in Sotschi heraus.

Die russischen Eishockey-Spielerinnen verpassten mit dem 0:2 (0:1, 0:0, 0:1) gegen die Schweiz das Halbfinale und spielen damit nur in der Runde um die Plätze fünf bis acht zunächst gegen Japan. Die Schweizerinnen treffen dagegen auf Olympiasieger Kanada.

Unterdessen stellten zwei deutsche Angreiferinnen klar, dass das Olympia-Abschneiden keine direkte Auswirkung auf die Förderung durch die Bundeswehr hat. Der olympische Pressedienst hatte zuvor berichtet, dass den Frauen der Verlust von Geldern drohe, wenn sie nicht Sechste werden. Manuela Anwander habe gesagt, sie müsse babysitten, um Geld zu verdienen, wenn die Förderung ausbleibe. Am Samstag betonte die 22-Jährige: «Das ist meine unabhängige Entscheidung. Ich werde die Bundeswehr verlassen und eine Ausbildung zur Erzieherin machen. Und in dem Rahmen werde ich auch babysitten.»

Derzeit sind zwölf deutsche Spielerinnen in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. «Wir haben alle Jahresverträge, und im Sommer sehen wir, wie es weitergeht», sagte Franziska Busch, die seit 2008 Sportsoldatin ist. Dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) werden in jedem olympischen Zyklus Bundeswehr-Plätze zugeteilt, wie Michael Pfuhl, als Technischer Direktor im DEB für die Frauen zuständig, erklärte. Weil nun die Sommersportarten für Rio 2016 im Fokus stehen, könne es sein, dass weniger Plätze für Eishockeyspielerinnen frei werden.

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