Sicherheit wird in der Olympia-Stadt Sotschi großgeschrieben. Foto: Jens Büttner
Sicherheit wird in der Olympia-Stadt Sotschi großgeschrieben. Foto: Jens Büttner

Sicherheit wird in der Olympia-Stadt Sotschi großgeschrieben. Foto: Jens Büttner

dpa

Sicherheit wird in der Olympia-Stadt Sotschi großgeschrieben. Foto: Jens Büttner

Wiesbaden (dpa) - Das Bundeskriminalamt (BKA) schätzt die vermeintliche Droh-Mail an verschiedene Nationale Olympische Komitees (NOK) als ungefährlich ein.

Es handele sich offensichtlich um eine Rundmail von einer Privatperson, die bereits in der Vergangenheit aufgefallen sei, sagte eine BKA-Sprecherin am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Die Nachricht habe aber keine «Gefährdungsrelevanz». Sie habe einen «eher hinweisenden als drohenden Charakter».

Der Chef des Nationalen Olympischen Komitees Russlands, Alexander Schukow, bezeichnete die Mail als «Provokation». «Wir empfehlen unseren Kollegen in anderen Ländern, der Sache keine Aufmerksamkeit zu schenken», sagte er der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Die Sicherheit der Gäste und Athleten in Sotschi sei «auf dem höchsten Niveau» gewährleistet. «Was die Wettkämpfe betrifft, sind alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen», versicherte Schukow.

Zahlreiche NOKs, darunter der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), hatten die Mail knapp zwei Wochen vor den Winterspielen erhalten. In der Nachricht wird vor Anschlägen gegen die jeweiligen Mannschaften noch vor der Eröffnungsfeier gewarnt. Der DOSB hatte das Schreiben an die Sicherheitsbehörden weitergeleitet. Das BKA prüfte den Hintergrund. Trotz der Entwarnung in diesem Fall betonte die BKA-Sprecherin: «Unabhängig von der Mail unterliegen die Olympischen Winterspiele Sotschi 2014 einer hohen abstrakten Gefährdung.»

Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew nannte die Bedrohungen für die Wettkämpfe «nicht höher als bei den bisherigen Spielen in anderen Ländern». «Bei uns ist ein überaus harter Anti-Terror-Kampf im Gange. Die Gefahren entstehen nicht nur im Kontext der Olympischen Spiele, wir kämpfen ständig dagegen», sagte er in einem Interview des Fernsehsenders CNN, dessen Mitschrift die Regierung veröffentlichte. Zwei Terroranschläge mit insgesamt 34 Toten in Wolgograd hatten zuletzt Zweifel an der Sicherheit der Winterspiele geschürt.

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