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Wolfgang Pichler hat einen guten Einblick in die russische Seele. Foto: Martin Schutt

Wolfgang Pichler hat einen guten Einblick in die russische Seele. Foto: Martin Schutt

dpa

Wolfgang Pichler hat einen guten Einblick in die russische Seele. Foto: Martin Schutt

Berlin (dpa) - «Eine Medaillenvorgabe gibt es nicht» für Russlands Biathletinnen nach Angaben ihres deutschen Trainers Wolfgang Pichler.

«Aber die wollen natürlich Medaillen», sagte der Ruhpoldinger im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Pichler stellte fest: «Das Wichtigste ist, dass Olympia gut läuft, dass Russland der Welt beweisen kann, dass sie gut organisieren können. Die Russen haben ein Imageproblem, weil sie sich schlechter verkaufen, als sie sind. Und sie haben ein Minderwertigkeitskomplex, weil sie eben lange in diesem Riesenreich von der Welt isoliert waren.»

Der 59 Jahre alte Biathlon-Trainer Pichler war von der Saison 2011/2012 an Chefcoach der russischen Frauen. Im April des vergangenen Jahres wurde er wegen Erfolglosigkeit von Alexander Selifonow abgelöst. Nun hat der Ruhpoldinger eine eigene Trainingsgruppe, die von den Doping-Verdächtigungen gegen die mittlerweile aus dem Olympia-Team zurückgetretene Irina Starych nicht betroffen ist.

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