„Überglücklich“ nach der zweiten Medaille. Elisabeth Görgl gewinnt erneut Gold vor der Amerikanerin Lindsey Vonn.

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Freude pur auf dem Podest: Lindsey Vonn, Elisabeth Görgl und Maria Riesch (v.l.).

Freude pur auf dem Podest: Lindsey Vonn, Elisabeth Görgl und Maria Riesch (v.l.).

Reuters

Freude pur auf dem Podest: Lindsey Vonn, Elisabeth Görgl und Maria Riesch (v.l.).

Garmisch-Partenkirchen. Fast hätten sie die Zuschauer zu Abfahrts-Gold geschrien, doch auch mit der zweiten WM-Bronzemedaille war eine stark kämpfende Maria Riesch der „glücklichste Mensch der Welt“. Als die Slowenin Tina Maze auf Rang fünf das Ziel erreichte, war das lange Zittern für die ausgelaugte Doppel-Olympiasiegerin beendet, und es gab ein Küsschen für die zweitplatzierte Lindsey Vonn (USA).

„Ich habe nicht mit einer Medaille in der Abfahrt gerechnet. Ich habe alles versucht, das macht mich überglücklich“, freute sich Riesch. Einzig die Österreicherin Elisabeth Görgl war wie bei ihrem Super-G-Erfolg unerreichbar.

Erneut stellte Riesch wenige Tage nach dem Ausbruch einer Virusgrippe ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis. „Einfach Augen zu und durch, immer kämpfen“, sei ihr Motto gewesen, berichtete sie und wurde in ihrer Freude nur von Hustenanfällen unterbrochen. Im Kirchenzelt hatte sie am Samstagnachmittag „um göttlichen Beistand für schnelle Genesung“ gebeten.

Rieschs Start beim Teamwettbewerb ist noch unklar

„Ein bisserl Husten und Schweißausbrüche“ plagten die Elfte der Super-Kombination. Man brauche aber nicht zu jammern. „Natürlich geht die Grippe nicht von einem Tag auf den anderen weg.“ Ob Riesch am Team-Wettbewerb am Mittwoch teilnimmt, ließ sie offen.

Auch Freundin Vonn grübelte wegen der Nachwehen einer Gehirnerschütterung vor ihrer Spezialdisziplin lange – und war umso erleichterter. „Für mich ist dieses Silber ein Gefühl wie Gold“, sagte sie.

Ungeachtet der Probleme der beiden Top-Alpinen kurvte die Österreicherin Görgl zu den Klängen ihres eigenen WM-Songs „You’re the Hero“ wie bei ihrem Super-G-Coup unwiderstehlich ins Ziel der Kandahar-Strecke. „Einfach ein Wahnsinn“, jubelte auch die 29-Jährige, die im dritten Rennen das dritte Gold für die österreichischen Damen holte. Erstmals seit 15 Schussfahrten im Weltcup oder bei Olympia hieß die Siegerin nicht Vonn (10) oder Riesch (5).

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